Schiedsrichten die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie sich Woche für Woche erarbeiten und die ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz all zu selten gezollt wird – diese Gelegenheit bietet die Aktion „Danke Schiri“, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch für die Saison 2018/2019 aufgelegt hat. Der heimische Schiedsrichterausschuss hat nunmehr die beiden Preisträger aus dem Kreis Dillenburg für die laufende Meisterschaftsrunde nominiert.

Preisträger in der Kategorie „U50“ ist Ibrahim Reinhardt. Der 48-jährige Unparteiische ist für den TSV Steinbach Haiger als Referee aktiv und leitet Spiele bis zur B-Liga.

„Vor allem durch die Tatsache, dass er stets auch kurzfristig verfügbar ist, ist Ibrahim Reinhardt ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man sich einen Schiri mit Leib und Seele vorstellt“, heißt es in der Würdigung des KSA Dillenburg.

Der U50-Preisträger ist seit 2003 Schiedsrichter und „arbeitet bei den Lehrabenden stets aktiv mit“. Schließlich sei sich der Manderbacher „für keinen Spielauftrag zu schade – und immer bereit, kurzfristig einzuspringen, wenn ein Schiri-Kollege seine Spielleitung kurzfristig“ zurückgebe.

Für die Kategorie „Frauen“ konnte mangels geeigneter Bewerberinnen und der Tatsache, dass die in Frage kommenden Damen bereits in der jüngsten Vergangenheit ausgezeichnet wurden, keine aktuelle Preisträgerin auf Kreisebene nominiert werden.

Kreis-Sieger der Kategorie „Ü50“ ist Joachim Spahn. Der Eisemrother ist seit 1995 Mitglied der „schwarzen Zunft“ und als Beobachter bis zur Gruppenliga aktiv.

Spahns Stammverein ist der TSV Eibach. Der Diplom-Sozialarbeiter und Redakteur ist seit 2000 als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit (BfÖ) im KSA Dillenburg tätig.

In diesem Gremium kümmert er sich unter anderem seit 2001 um das Erscheinen der Schiri-Zeitung „Der Peifekopp“ und die Pflege des Internet-Auftritts.

Ferner rief Spahn in der Spielzeit 2005/2006 das Schiedsrichter-Patenmodell ins Leben, in dessen Rahmen erfahrene Spielleiter nunmehr seit 12 Jahren jungen Kollegen beim Einstieg in ihr schwieriges Hobby helfen.

Im Kreisschiedsrichterausschuss sorgt der 51-Jährige zudem für die Protokollführung und betreut Sonderaktionen wie den „Tag des Schiedsrichters“, „Danke Schiri“ oder auch Ausflüge der „schwarzen Zunft“ zu Spielen der Fußball-Bundesliga.

Mit der Aktion „Danke Schiri“ will der DFB vor allem das Engagement in der Vereinigung, sozialen Einsatz, Helfer-Tätigkeit für junge Schiedsrichter und besonders positives Teamverhalten würdigen.

Die Ehrung der Kreis-Sieger 2018/2019 soll im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg am 1. Februar kommenden Jahres in Hörbach erfolgen.

Tiefe Trauer im Lager der Dillkreis-Schiris: Gustav Berns (Mitte), Ehrenmitglied der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg, ist am 1. November im Alter von 83 Jahren verstorben. (Foto: Joachim Spahn)

Tiefe Trauer im Lager der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg: Gustav Berns, Ehrenmitglied der „schwarzen Zunft“, ist am 1. November im Alter von 83 Jahren verstorben.

Der gelernte Schlosser hatte sich am 1. Dezember 1956 den Dill-Schiris angeschlossen. An seine erste Spielleitung vor mehr als sechs Jahrzehnten konnte sich der Bickener anlässlich seiner Auszeichnung für 60-jährige Treue im Jahr 2016 noch gut erinnern. „Ich musste sofort das A-Jugend-Derby Ballersbach gegen Offenbach pfeifen.“

Gustav Berns hatte in seiner aktiven Karriere rund 1400 Spiele gepfiffen. Der Einsatz an der Pfeife führte ihn als Schiri bis in die Bezirksoberliga.

Als Schiedsrichter-Assistent wirkte der Verstorbene, der selbst nie als Fußballer aktiv war, bis in die Amateur-Oberliga. Gemeinsam mit seinen „Gespann-Führern“ Sparing (Kassel) und Stange (Darmstadt) ließ er in Hessens Fußball-Oberhaus den aus Biebrich stammenden späteren Fußball-Weltmeister Jürgen Grabowski, die „Lilien“ des SV Darmstadt 98 sowie den SV Herborn nach seiner Pfeife tanzen. Die Bärenstädter gehörten zu dieser Zeit zum Besten, was der hessische Fußball zu bieten hatte.

Das erste von ihm zu leitende Senioren-Spiel führte Gustav Berns zur Partie Uckersdorf gegen Weidelbach. Wenig später bescherte ihm eine Ansetzung für eine A-Liga-Begegnung in Elberrod bei Alsfeld eine „kleine Weltreise“. Der Jubilar resümierend: „Hin und zurück musste ich 230 Kilometer für eine Partie der damals zweitniedrigsten Amateurklasse fahren.“

Trotz seines rüstigen Alters besuchte Gustav Berns, wenn es die Gesundheit zuließ, bis zuletzt die Verbands- und Kreisliga-Heimspiele der Bickener Fußball-Mannschaften. Der verdiente Schiedsrichter, der die Pfeife dereinst aus der Hand legen musste, weil die Knochen nicht mehr mitmachten, war zudem Fan des Musikzugs Bicken. „Dessen Konzerte lasse ich mir nur ungern entgehen“, berichtete der Bickener Schiri.

Gustav Berns wurde am 8. November 2018 in Bicken zu Grabe getragen. Das Beileid der heimischen Referees gilt seinen Angehörigen, Verwandten und Freunden.

Die Schiedsrichtervereinigung Dillenburg und der Kreisschiedsrichterausschuss werden ihrem verstorbenen Ehrenmitglied ein ehrendes Andenken bewahren.

Text: Joachim Spahn

Bereits am Freitag (2. November) treffen sich die Unparteiischen der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg zu ihrer nächsten Pflichtsitzung.

Im Zuge der Zusammenkunft im Sportheim des FC Hörbach soll unter anderem die 53. Ausgabe der Schiri-Zeitung „Der Peifekopp“ verteilt werden.

Gegenstand der 24-seitigen Ausgabe sind ein Grußwort von HFV-Schatzmeister Ralf Viktora, Nachrufe auf die viel zu früh verstorbenen Unparteiischen Werner Sommer und Fred Pfeiffer sowie die obligatorischen Regelfragen.

Ein Kurz-Porträt des stellvertretenden Kreis-Schiedsrichter-Obmanns Rolf Weichbold, der unlängst die 1000 Spielleitungen voll gemacht hat, ein Überblick über die Termine 2019, Kurz-Meldungen sowie ein Nachbericht zum regionalen Fußball-Turnier der Referees im Sommer dieses Jahres runden die „Peifekopp“-November-Ausgabe ab.

Beginn der Pflichtsitzung ist um 18.15 Uhr. Unentschuldigtes Fehlen wird satzungsgemäß bestraft.

Im Sportheim auf dem Herborner "Rehberg" hat der 2018er-Neulingslehrgang der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg begonnen. Kreis-Lehrwart Sebastian Müller (stehend) und seine Mitstreiter vermitteln bis zum 2. September 12 Anwärterinnen und Anwärtern die Geheimnisse der 17 Fußball-Regeln. (Foto: Joachim Spahn)

Bei kritischen Situationen während der ersten Spielleitungen klärend zugunsten der jungen Unparteiischen einzugreifen und den Jung-Schiris den Rücken zu stärken – das ist eine der Aufgaben so genannter „Schiedsrichter-Paten“, die im Landstrich an der Dill seit nunmehr eine 12 Jahren beim Erhalt des frisch ausgebildeten Referee-Nachwuchses eine wichtige Rolle spielen. Jetzt geht das „Patenmodell“, das die Spielleiter des Fußballkreises Dillenburg zu Beginn der Saison 2005/2006 ins Leben gerufen hatten, in eine neue Runde.

Nach den guten Erfahrungen der Vergangenheit soll die Aktion, von der sich der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) einen längeren Verblieb frisch gebackener Unparteiischer in der „schwarzen Zunft“ erhofft, ein weiteres Mal durchgeführt werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Zahl aktiver Referees zuletzt dramatisch gesunken war, werden Initiativen wie das „Patenmodell“ immer bedeutender.

Der KSA sucht vor allem für die minderjährigen Spielleiter, die sich nach dem jüngsten Neulingslehrgang der „schwarzen Zunft“ angeschlossen haben, interessierte Betreuerinnen und Betreuer. Insgesamt hatte die heimische Schiri-Vereinigung nach der Ausbildungsveranstaltung im August 2018 in Herborn neun neu ausgebildete Unparteiische in ihren Reihen willkommen heißen können.

Im Zuge des Patenmodells wird den Anfängern für die Dauer von mindestens 12 Monaten ein erfahrener Referee zur Seite gestellt. Denn, die Erfahrung zeigt: Wer länger als zwei Jahre Schiri bleibt, hält den Schiedsrichtern meist über Jahrzehnte hinweg die Treue.

Die Paten betreuen den gerade ausgebildeten Unparteiischen insbesondere während der ersten Spielleitungen und können bei kritischen Situationen vor Ort klärend zugunsten des jungen Schiedsrichters eingreifen.

Ziel des Patenmodells ist es unter anderem, die hohe Zahl der Anfänger zu senken, die in den ersten eineinhalb Jahren nach dem Absolvieren des Neulingslehrgangs die Pfeife aus Frust und Ärger oder wegen fehlender Motivation und dem Nichtvorhandensein eines persönlichen Ansprechpartners aus den Reihen der Schiedsrichtervereinigung wieder aus der Hand legen und der schwarzen Zunft so trotz aufwendiger Ausbildung frühzeitig verloren gehen.

Der frühe Verlust der Anfänger führt zu einer hohen Fluktuation gerade im Bereich der jüngeren Unparteiischen der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg, zum eventuellen Verlust möglicher förderungswürdiger Talente, zu einer Alterslücke im Bereich der 25- bis 40-jährigen Unparteiischen und schließlich zu einer Überalterung der Vereinigung.

Besonders geeignet, das Amt des Schiedsrichter-Paten zu übernehmen, sind passive Mitglieder der Schiedsrichter-Vereinigung, aber auch ältere aktive Unparteiische, die aus eigener Erfahrung wissen, wie schwer ihnen selbst der Einstieg in das Hobby des Schiedsrichters fiel und die sich damals selbst eine entsprechende Unterstützung erhofft hätten.

Paten, die zum Gelingen der diesjährigen Aktion beitragen wollen, können sich ab sofort per E-Mail bei Joachim Spahn, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kreisschiedsrichterausschuss Dillenburg, E-Mail joachim-spahn@t-online.de – spätestens aber bei der nächsten Pflichtsitzung am 2. November (Freitag/18.15 Uhr) in Hörbach – melden.

Der Kreisschiedsrichterausschuss wünscht ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2017!

Bestürzung im Lager der heimischen Unparteiischen: Fred Pfeiffer, der 44 Jahre lang Mitglied der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg war, ist am 13. September 2018 nach schwerer Krankheit verstorben.

Der Arborner, der vor mehr als zwei Jahrzehnten für sein umfangreiches freiwilliges Engagement als erster Funktionär im ehemaligen Dillkreis den DFB-Ehrenamtspreis auf Kreisebene erhalten hatte, schloss sich am 1. Mai 1974 der „schwarzen Zunft“ an. Dort gehörte Fred Pfeiffer unter anderem zu den aktivsten Unterstützern des Patenmodells. In den vergangenen Jahrzehnten führte der engagierte Referee zahlreiche Jung-Schiedsrichter an die nicht immer leichte Aufgabe des Unparteiischen heran und unterstützte sie bei ihren ersten Spielleitungen.

Für die SG Arborn/Münchhausen setzte er sich seit deren Vereinsgründung im Jahr 1972 mit großem Engagement für das Wohl des Vereins ein und hielt – wie es in einem Nachruf des Clubs treffend beschrieben wird – „den Ball am Rollen“.

Für die SG Arborn/Münchhausen war Pfeiffer, der 77-jährig verstarb, unter anderem als Erster Vorsitzender, Trainer, Jugendleiter und Schiedsrichter tätig. Ferner war er Gründungs- und Ehrenmitglied des Vereins.

„Jeder, der ihn während seiner Vorsitzenden-Tätigkeit kennen gelernt hat, weiß, mit welchem Herzblut er in unserem Verein tätig war – und welch ein Verlust dies für uns bedeutet. Er hat dem Verein treue Dienste erwiesen“, heißt es in einem Nachruf der SG Arborn/Münchhausen 1972 e.V..

Ebenso wie sein Stammverein werden auch der Kreisschiedsrichterausschuss und die Schiedsrichtervereinigung Dillenburg Fred Pfeiffer „nie vergessen und sein Andenken stets in Ehren halten“. Das Beileid der Unparteiischen von der Dill gilt der Familie sowie den Verwandten und Freunden des Verstorbenen, der am 25. September in Arborn zu Grabe getragen wurde.

Text: Joachim Spahn

Vor nunmehr 17 Jahren hatte sich der gelernte Bäcker der „schwarzen Zunft“ angeschlossen – aus den Reihen der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg ist der Simmersbacher seitdem als aktiver Unparteiischer und als Funktionär gleichermaßen nicht mehr wegzdenken. Jetzt hat Rolf Weichbold die 1000 Spielleitungen „voll gemacht“.

Weichbold – ein Schiedsrichter aus Leidenschaft – hatte im März 2001 aus eigenem Antrieb die Prüfung abgelegt.

Bei der Auszeichnung des gelernten Bäckers für seine 750. Spielleitung vor einigen Jahren brachte es „Ex-KSO“ Florian Kunz treffend auf den Punkt: „Wir sind stolz und froh, Dich in unseren Reihen zu haben.“

Lange Jahre pfiff Rolf Weichbold für den SSV Simmersbach, dem er immer noch treu verbunden ist. Heute ist der passionierte Fotograf und Hunde-Liebhaber für den Kreisoberligisten SSV „Oranien“ Frohnhausen aktiv.

Weichbold, der sich selbst als „Schiedsrichter mit Leib und Seele“ bezeichnet, war zunächst aktiver Fußballer des FV Wiesenbach, der Spielvereinigung Eisenhausen, des SSV Frohnhausen und des SSV Simmersbach. 2001 absolvierte Rolf Weichbold (55) dann seine Schiri-Prüfung – und bedauert heute, „so spät“ als Unparteiischer „angefangen zu haben“. Heute pfeift der Referee des SSV Frohnhausen Spiele bis zur Kreisoberliga.

Der gelernte Bäcker ist stets bereit, kurzfristig als Spielleiter einzuspringen, wenn der ursprünglich angesetzte Schiedsrichter einmal nicht kann. Ein Engagement, das in Zeiten drohenden Schiri-Mangels im heimischen Raum besonders hervorzuheben ist.

Für die heimische Schiedsrichtervereinigung und den KSA Dillenburg ist die 1000. Spielleitung mit der Hoffnung verbunden, dass der „Vize-Chef“ der Dill-Schiris „so „bleibt, wie er ist“ – und dass er mit dem demselben Elan weiter macht.

Rolf Weichbold gehört seit Juli 2014 dem Führungsgremium der heimischen Referees an – zunächst als Beisitzer und seit Herbst 2015 als stellvertretender Schiri-Obmann.

Im KSA Dillenburg fungiert der Simmersbacher als Ansetzer zahlreicher Spiel- und Altersklassen. „Auch dieses Amt führt Rolf Weichbold mit einem sehr hohen Maß an Zuverlässigkeit, Engagement, Weitsicht und Enthusiasmus aus“, so seine Kollegen vom Kreisschiedsrichterausschuss anerkennend.

Die offizielle Ehrung Weichbolds für über 1000 Spielleitungen ist bereits terminiert: Die Auszeichnung soll am 2. Dezember vor dem A-Liga-Spiel zwischen dem VfL Fellerdilln und dem SV Gusternhain erfolgen.

Text: Joachim Spahn/Foto: privat

Bestürzung im Lager der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg: Werner Sommer (links), der seit 1976 Unparteiischer gewesen war, ist am 15. September 2018 im Alter von 73 Jahren gestorben.

Tiefe Trauer bei den Unparteiischen aus dem Landstrich an der Dill: Werner Sommer, der fast 42 Jahre lang Mitglied der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg gewesen war, ist am 15. September 2018 gestorben.

Als der Referee des SV Eisemroth 2013 im Rahmen einer Pflichtsitzung für mehr als 1250 Spielleitungen geehrt wurde, brachte der damalige Eisemrother Vereinsvrsitzende Klaus-Dieter Schäfer Sommers Verdienste so auf den Punkt: „Du warst immer da, wenn Dich der SV Eisemroth und der Fußball gebraucht haben. Schäfer anerkennend: „Auf Werner war immer Verlass.“

Werner Sommer hatte sich am 1. November 1976 den Dillkreis-Schiris angeschlossen und leitete Spiele bis zur Bezirksliga. Als der Siegbacher seine Prüfung ablegte, stand die Schiedsrichtervereinigung Dillenburg noch unter der Leitung von KSO Friedhelm Stürtz und Kreislehrwart Heinz Nix.

In seiner jahrzehntelangen Schiri-Laufbahn blieb der Verstorbene seinem Heimatverein immer treu. „Ich habe viele Schiedsrichter kommen und gehen sehen. Doch Werner hat immer zu uns gestanden“, berichtete Klaus-Dieter Schäfer.

Bevor er sich für das Amt des Schiedsrichters zur Verfügung gestellt hatte, jagte Werner Sommer für „seinen“ SV Eisemroth aktiv dem runden Leder nach und versuchte als Verteidiger, Torerfolge des jeweiligen Gegners zu verhindern. In über 500 Spielen streifte er sich das Trikot seines Heimatvereins über.

Werner Sommer, der der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg zuletzt als passiver Unparteiischer angehört hatte, ist 73-jährig verstorben und wurde am 20. September in Eisemroth zu Grabe getragen.

Das Beileid der heimischen Unparteiischen gilt den Angehörigen, Verwandten und Freunden. Die Schiedsrichtervereinigung Dillenburg wird Werner Sommer ein ehrendes Andenken bewahren.

Text und Bild: Joachim Spahn

Wo die Möglichkeiten und die Grenzen des Einsatzes von Videos in Unterrichtseinheiten liegen – das lernten zwei Vertreter aus dem Fußball-Kreis Dillenburg jetzt anlässlich des DFB-Moduls „Medienkompetenz“ in der Sportschule Kaiserau.

„Der Erfahrungsaustausch zwischen Trainer- und Schiedsrichterausbildern war durchaus zielführend“, resümierten Frank Dalwigk (Trainerausbilder aus dem Landstrich an der Dill) und Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Sebastian Müller übereinstimmend. Beide absolvierten das Modul erfolgreich, das zum Erwerb des DFB-Ausbilder-Zertifikats erforderlich ist.

Weitere Themen des Lehrgangs waren der Datenschutz und die Datensicherung.

Im Rahmen der Veranstaltung in Kaiserau lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem auch neue Apps und Programme kennen, die bei der Ausbildung genutzt werden können.

Die Bilanz von Schiri-Lehrwart Sebastian Müller: „Themenschwerpunkte für die Trainer- und Schiedsrichterausbilder wurden gezielt genutzt, um weitere Anreize für die Arbeit im eigenen Bereich zu geben.“

Die in Kaiserau gewonnenen Erkenntnisse sollen im Schiedsrichter- und Trainerbereich bei Schulungen, Lehrabenden, Beobachtungen, Spielanalysen und Ausbildungseinheiten einfließen bzw. Anwendung finden.

Gemeinsam mit Lahn-Dill-Landrat Wolfgang Schuster und Herborns Bürgermeister Hans Benner stellten sich die Gewinner und Platzierten der diesjährigen Ehrenamtsaktion auf Kreisebene dem Fotografen. (Foto: Spahn)

Das ist zweifelsohne ein Novum in der Geschichte des Dillkreis-Fußballs: Der Landstrich an der Dill stellt 2018 nicht nur einen, sondern gleich zwei DFB-Kreis-Ehrenamtssieger.

Wie Martin Seidel, „Chef“ der heimischen Kicker, jetzt mitteilte setzten die Mitglieder des Kreisfußballausschusses bei der Abstimmung über die von den Vereinen eingereichten Vorschläge Ann-Kathrin Seelhof (SV Uckersdorf) und Bernd Krauskopf (SV Herborn) punktgleich auf Rang eins.

Mit nur einem Zähler Rückstand landete René Hartmann, Spielausschusschef und Vorsitzender des TSV 1951 Eibach, auf Rang drei.

Insgesamt, so Seidel resümierend, sei die Beteiligung der Clubs „leider nicht berauschend“ gewesen.

Dem „Top-Trio“ folgten, in alphabetischer Reihenfolge, Steffen Grosse (FC SW Erdbach), Ludger Mansfeld (SSV Donsbach) und Karl-Heinz Woyczyk (SSC Burg).

Den Wettbewerb „Junge Fußball-Helden 2018“ entschied Angelina Bäcker (SV Oberscheld) für sich. Platz zwei belegte Otto Hoffmann (Tuspo Beilstein).

Die Auszeichnung der Sieger und Platzierten wird am 5. Dezember, dem internationalen „Tag des Ehrenamts“, erfolgen.

Das Domizil des FC „Germania“ Hörbach ist am Freitag (14. September) Schauplatz der Monatsversammlung der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg. Im Rahmen der Zusammenkunft werden den heimischen Unparteiischen unter anderem die Absolventen des jüngsten Neulingslehrgangs vorgestellt. Das Regelreferat hält Felix Weller (SR-Vgg. Siegen-Wittgenstein). Beginn der Pflichtsitzung ist um 18.15 Uhr. Unentschuldigtes Fehlen wird satzungsgemäß bestraft.