Beginn der Zusammenkunft im Sportheim des FC Hörbach ist um 17 Uhr. Um 18.15 Uhr nimmt an gleicher Stelle der reguläre Monatstreff der Dill-Schiris seinen Anfang. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht dann ein Referat von Kreis-Lehrwart Roland Horschitz zum Thema "Abseits".

Ein schweres Foul – so erläutert Verbandsschiedsrichterobmann Gerd Schugard – liege vor, „wenn ein Spieler im Zweikampf um den Ball den Gegner mit übertriebener Härte oder brutalen Mitteln“ angreife. Der VSO unmissverständlich: „Wer seinen Gegner im Kampf um den Ball von vorne, von der Seite oder von hinten mit einem oder beiden Beinen übermäßig hart angreift und dadurch dessen Gesundheit, begeht ein schweres Foul.“

Schugard weist im weiteren Verlauf seiner Ausführungen darauf hin, dass „eine Tätlichkeit ebenso auf wie neben dem Feld begangen werden“ könne – und zwar unabhängig davon, „ob der Ball im Spiel ist oder nicht“. Der „Chef“ der hessischen Unparteiischen erläuternd: „Eine Tätlichkeit liegt vor, wenn ein Spieler außerhalb eines Zweikampfes um den Ball den Gegner mit übermäßiger Härte oder brutalen Mitteln angreift.“ Bei der Eintragung im Spielbericht sei „das Wort Tätlichkeit jedoch zu vermeiden“.

In diesem Zusammenhang unterstreicht der Verbandsschiedsrichterobmann ferner, dass „relevante Vorgänge genau und mit namentlicher Nennung der Personen zu schildern sind, damit sich Klassenleiter und Sportgerichte ein klares Bild machen können“. Das gelte, so der Dipperzer Funktionär mahnend, „speziell bei Feldverweisen und bei besonderen Vorkommnissen“.

Schugard weist auch darauf hin, dass „dabei eine vorhergegangene Provokation erwähnt werden“ müsse, weil diese das Strafmaß beeinflusse. Bei einem Feldverweis wegen Verhinderung eines Tores oder einer offensichtlichen Torchance sei auch „mit anzugeben, ob der für die Regelübertretung verhängte Freistoß oder Strafstoß zum Tor geführt hat oder nicht“.

Die Beachtung der Anweisungen für die Saison 2008/2009 sei, so der Verbandsschiedsrichterobmann abschließend, „im Interesse aller Schiedsrichter Grundvoraussetzung für einen geordneten Spielverlauf“.  

Der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss bittet die Unparteiischen für 18.15 Uhr in das Sportheim des Fußball-B-Ligisten. Unentschuldigtes Fehlen wird satzungsgemäß bestraft. 

Bislang liegen dem zuständigen Mitglied des KFA Dillenburg, Martin Seidel (Eisemroth), sieben Vorschläge vor. Im Zuge der „DFB-Aktion Ehrenamt 2008“ sollen herausragende Leistungen gewürdigt werden, die freiwillige Helferinnen und Helfer in den Jahren 2006 bis 2008 in ihrem Heimatverein vollbracht haben.

Diesjähriges Motto lautet „Schule und Verein“

Zwar steht der diesjährige Ehrenamtspreis unter dem Motto „Schule und Verein“. Ausgezeichnet werden können aber auch Ehrenamtliche, die in den letzten drei Jahren auf anderen Ebenen (Jugendarbeit, Projekte, Sportplatz-Bau- bzw. -Pflege, Aufbau einer neuen Abteilung etc.) besonders aktiv gewesen sind.

Vorschläge nimmt der Ehrenamtsbeauftragte Martin Seidel, Steingasse 8, 35768 Siegbach, Tel. (02778) 2314, Fax (02778) 6990200, E-Mail mbseidel@t-online.de, bis zum 31. August (Sonntag) entgegen.   

Aus diesem Grund lädt der Kreisschiedsrichterausschuss die jungen Unparteiischen für Montag (29. September) zur traditionellen Nachschulung ein; ursprünglich hatte die Veranstaltung am 22. September stattfinden sollen. Die Veranstaltung, die unter der Leitung von Lehrwart Roland Horschitz und seines Stellvertreters Sebastian Müller steht, findet in der Oberschelder Gaststätte „Bei Brigitte“ statt. Beginn ist um 18 Uhr. Bei der Zusammenkunft handelt es sich für die Neulinge um eine Pflichtveranstaltung.

Am 22. September (Montag) schließlich kommen die 28 Neulinge, die Anfang 2008 im Vereinsdomizil des SV 1932 Oberscheld zu Schiedsrichtern ausgebildet wurden, zu einer Nachschulung zusammen. Die Fortbildungsveranstaltung in der Oberschelder Gaststätte „Bei Brigitte“ beginnt um 18.30 Uhr. Bei dieser Nachschulung handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung.

Im Beisein von rund 60 heimischen Spielleitern überreichte Kreisfußballwart Martin Seidel (Eisemroth) dem 53-jährigen Unparteiischen im Sportheim des FC „Germania“ Hörbach die Ehrennadel des Hessischen Fußball-Verbandes in Bronze. Der „Chef“ der Dillkreis-Kicker holte so eine Auszeichnung nach, die eigentlich schon im Rahmen des Kreisfußballtages im Winter dieses Jahres hatte erfolgen sollen.

Seidel verwies auf die „verdienstvolle Mitarbeit“, die Horschitz in den zurückliegenden Jahren im HFV geleistet habe. Zwischen 1987 und 2001 hatte der Herborner rund 130 Partien der „Hessenliga“ geleitet. Als Lehrwart des Kreisschiedsrichterausschusses hat der Geehrte in den vergangenen Jahrzehnten Hunderte von Spielleitern ausgebildet. Der für den TSV Rittershausen pfeifende Referee hatte sich selbst 1976 den Reihen der „Schwarzkittel“ angeschlossen.

Seine besondere Freude äußerte der Kreisfußballwart darüber, dass Roland Horschitz nach einer Phase, „in der er gesundheitlich angeschlagen war, wieder genesen ist“. Der 53-Jährige, der als Unparteiischer mittlerweile weit über 2000 Begegnungen gepfiffen hat, ist weiter als Schiedsrichter aktiv und leitet zurzeit Spiele bis zur Kreisliga A.

Bildunterschrift:

Auszeichnung für einen verdienten Schiedsrichter und Funktionär: Roland Horschitz (53), Lehrwart im Kreisschiedsrichterausschuss und ehemaliger Oberliga-Referee, erhielt von Kreisfußballwart Martin Seidel (links) die HFV-Ehrennadel in Bronze. Einer der ersten Gratulanten war Dill-Schiri-Vize-Chef Michael Garrison (re.).

Als Beispiel führte der langjährige Spielleiter der Oberliga "Notbremsen zur Verhinderung einer klaren Torchance" an. Der Herborner Funktionär unzweideutig: "In diesen Fällen kann es nur die Rote Karte geben."

Vor etwa 60 Zuhörern im Sportheim des FC "Germania" Hörbach referierte Horschitz, der in seiner Karriere weit über 2000 Spiele geleitet hat, über zwei Regeländerungen, die die Regeln XIV (Unsportliches Täuschen/Strafstoß/Zeigen der Gelben Karte) und XII (Wurfvergehen/Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen) betreffen.

Mit Blick auf die Entwicklungen in der vergangenen Meisterschaftsrunde resümierten der Lehrwart und Kreisfußballwart Martin Seidel (Eisemroth) unisono, dass "sich das Ausfüllen des Spielberichts" durch die Schiedsrichter "deutlich verbessert hat". Der "Chef" der Dillkreis-Kicker bat die Unparteiischen jedoch, darauf zu achten, dass das Dokument nach einer Spielleitung zügig abgesandt werde. "Wenn das jeweilige Spiel am Samstag war, kann der Bericht am darauffolgenden Mittwoch beim Klassenleiter sein."

Seidel prophezeite, dass der Kreisschiedsrichterausschuss durch die Auflösung der Bezirke "zusätzliche Arbeit haben" werde. Der Fußballwart an die Adresse des KSA Dillenburg: "Ihr werdet sicherlich in Zukunft noch mehr zu tun haben."

Beim Blick auf das Spielgeschehen und die Stärken der einzelnen Spielklassen freute sich der Eisemrother Funktionär zunächst, dass "die A-Liga mit 18 Clubs sehr gut besetzt" sei. "Nach unten" seien in den beiden B-Ligen jedoch "nur jeweils 14 Mannschaften" vertreten. Seidels Ausblick: "Wir hoffen, dass sich das in der nächsten Saison wieder angleichen wird."

Mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen habe er die Bemühungen der Dillkreis-Vereine zur Verbesserung der Infrastruktur. "Dass hier fast jedes Wochenende ein neuer Kunstrasenplatz eingeweiht wird, macht mir Spaß. Das kann ich gar nicht anders sagen", verdeutlichte der Fußballwart.

Pflichtsitzung und Nachschulung

Im Fußball-Monat September stehen gleich zwei Zusammenkünfte der heimischen Unparteiischen auf dem Programm. Am 12. September (Freitag), 18.15 Uhr, geht im Hörbacher Sportheim zunächst der reguläre Monatstreff über die Bühne, dem am Montag (22. September) die traditionelle Nachschulung der Schiedsrichter-Neulinge in Oberscheld folgt. Diese Zusammenkunft in der Gaststätte "Bei Brigitte" beginnt um 18.30 Uhr.

Der Beginn der Zusammenkünfte für die einzelnen Altersklassen wurde so terminiert – D-Jugend: 10 Uhr. C-Jugend: 11.30 Uhr. B-Jugend: 13 Uhr. A-Jugend: 14 Uhr. Das Jugendzentrum Eibelshausen befindet sich in der Simmersbacher Straße 17. Die Trainer der G- und F-Junioren-Teams tagen am Montag (11. August) im Sportheim Frohnhausen. Die Zusammenkunft der "Bambini"-Betreuer beginnt um 18 Uhr; die F-Jugend-Übungsleiter kommen ab 18.30 Uhr zusammen. Am 13. August (Mittwoch) schließlich wird der Reigen der Vorrundentagungen mit der Terminabsprache der E-Jugend-Betreuer abgeschlossen. Schauplatz dieser Zusammenkunft, die um 18 Uhr beginnt, ist das Sportheim in Eibelshausen.

Mit Andreas Hofheinz (16, SSV Sechshelden), Lukas Nöh (19, SSV Medenbach) und Johannes Lang (24, FC Haiger) räumen die Verantwortlichen im zuständigen Lehrstab des Dillenburger Kreisschiedsrichterausschusses gleich drei talentierten, jüngeren Schiris die Möglichkeit ein, mit Beginn der Saison 2008/2009 Spiele der Kreisoberliga (ehemals Bezirksliga) zu leiten. Zuvor hatten mit Yusuf Öztürk (29, SSV Frohnhausen) und Joachim Spahn (40, TSV Eibach) zwei altged iente Schiedsrichter freiwillig ihren Platz auf höherer Ebene geräumt. Öztürk war lange Zeit bis zur ehemaligen Bezirksoberliga (jetzt Gruppenliga), Spahn bis zur Bezirksliga (jetzt Kreisoberliga) aktiv gewesen.

12 Spielleiter in höheren Klassen

Das Aufsteiger-Trio aus Sechshelden, Medenbach und Haiger komplettiert die nunmehr 12-köpfige Riege der Spielleiter der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg, die in der bevorstehenden Meisterschaftsrunde Partien von der Kreisoberliga an aufwärts leiten dürfen. Alles in allem können die Dill-Schiris in der neuen Saison auf 187 aktive Unparteiische bauen. 39 weitere Referees sind in der Statistik der hiesigen Spielleiter als passive Schiedsrichter registriert.

Sportliches Aushängeschild der heimischen Referees bleibt Ralf Viktora. Der 36-jährige, für den SSV Dillenburg aktive Schiedsrichter wurde zwar – wie er selbst erläutert – "aus Altersgründen nicht für die neue 3. Liga nominiert". Nach "sehr guten" Leistungen in der Vorsaison steht der Vater einer zweijährigen Tochter jedoch vor seiner zehnten Spielzeit als Unparteiischer der Regionalliga und vor seiner elften Saison als Zweitliga-Assistent. Sein ganz persönlicher Ausblick auf die neue Meisterschaftsrunde: "Aufgrund meines Alters muss ich damit rechnen, nicht mehr lange dabei zu sein. Also genieße ich die Zeit, die bleibt. Für mich ist jedes Spiel, das ich auf diesem Niveau bekomme, eine Auszeichnung und Freude."

"Altgediente" kehren zurück

Ihren Platz in der Riege der Gruppenliga-Schiris behaupten konnten einmal mehr Florian Hermann (24, SSV Simmersbach) und Christian Hofheinz (21, SSV Sechshelden). Komplettiert wird das Trio der heimischen Unparteiischen auf der früheren "BOL"-Ebene von Anke Gottfried (SSV Donsbach), sobald die 30-Jährige ihre "Babypause" beendet hat.
Mit Jens Rometsch (31, SSV Langenaubach) und Oliver Klein (38, SSV Langenaubach) sind zwei altgediente, bewährte Unparteiische zur neuen Saison in die Kreisoberliga (KOL) zurück gekehrt. Komplettiert wird das höherklassige Aufgebot der Dill-Schiris in der neuen Saison durch die KOL-Schiedsrichter Murat Bozkir (35, SSV Dillenburg), Thomas Möller (29, SG Arborn/Münchhausen) sowie Muhsin Künkör (24, FC Flammersbach).

Auf höherer Ebene vertreten wird die Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg in der neuen Saison ferner durch die Beobachter Burkhard Blicker (FSV Manderbach), Jörg Menk (TSSV Schönbach), Klaus Ebert (SV Niederscheld) und Bernd Gimbel (SSV Rabenscheid). Blicker und Menk sind bis zur Verbandsliga im Einsatz; Ebert und Gimbel beobachten Unparteiische bis zur Gruppenliga.

Mehr Arbeit durch Bezirks-Auflösung

Apropos Gruppenliga: Durch die Abschaffung der Bezirke sieht sich der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss um Obmann Rainer Wendland (TuS Driedorf) und seinen Stellvertreter Michael Garrison (SSV Steinbrücken) "vor neue Herausforderungen" gestellt. Der Ausblick Wendlands: "Durch die Abschaffung der Bezirke wird wieder mehr Verantwortung und Arbeit auf die Kreise zukommen."