Nach den ersten beiden erfolgreichen Auflagen der Vorjahre findet unter der Regie des Ausschusses für Qualifizierung auch 2011 – zeitgleich in zwölf hessischen Fußballkreisen – eine mehrstündige Fortbildungsveranstaltung statt. Adressaten des „Tags der Qualifizierung“ sind in diesem Jahr insbesondere Trainer und Betreuer, die sich in den Vereinen vor Ort um Fußball spielende Kinder im Bambini-, F- und E-Junioren-Alter kümmern. Klingelhöfer: „Wir verlieren auf dem Weg von unten nach oben schon früh zu viele Talente. Der Tag der Qualifizierung soll dem entgegenwirken.“

Anregungen für die Trainingsarbeit

Ein hoher Praxisanteil garantiert bei der Veranstaltung am 7. August, dass Trainer und Betreuer Tipps und Anregungen für ihre tägliche Trainingsarbeit erhalten. „Wir werden die Teilnehmer aktiv einbinden“, verspricht Klingelhöfer. Der „Koordinator für Qualifizierung“ (KfQ) sowie seine Trainer-Kollegen Karl-Otto Mank und Steffen Hardt  absolvieren mit den Beteiligten Inhalte aus den Kurzschulungen „Kleine Spiele“ sowie „Bambini bis E-Junioren“.

Für die Trainervereinigung Dillenburg und ihre etwa 80 Mitglieder ist der „Tag der Qualifizierung“ jedoch nicht nur eine willkommene Gelegenheit, Übungsleiter, die sich ehrenamtlich um die Kleinsten kümmern, fortzubilden. „Für uns“, so Klingelhöfer, „ist die Veranstaltung in Bicken auch eine gute Gelegenheit, um für den neuen ‚Lehrgang Basiswissen‘ zu werben, den wir Ende August starten wollen.“

Der „Koordinator für Qualifizierung“ hofft, dass es gelingt, in den nächsten Wochen derart die Werbetrommel zu rühren, dass „mindestens 20 Jugendtrainer“ an dem Kurs teilnehmen werden, der auf dem Sportgelände des SV Oberscheld stattfinden wird. „Dort werden wir – nicht nur dank des neuen Kunstrasenplatzes – beste Voraussetzungen vorfinden“, freut sich der  Vorsitzende der Dillkreis-Trainer.

Ab Ende August neuer „Lehrgang Basiswissen“

Der „Lehrgang Basiswissen“ richtet sich an Trainer und Betreuer, die sich um Kinder und Jugendliche vom Bambini- bis zum A-Junioren-Alter kümmern. Die 40 Unterrichtseinheiten unter Leitung von Frank Dalwigk (Lehrreferent im Hessischen Fußball-Verband) finden in der Regel sonntags von 9 bis 12 Uhr sowie montags von 18 bis 21 Uhr statt. Die Module „Profil Kinder“ und „Profil Jugend“, die dem „Basiswissen-Lehrgang“ folgen, sollen 2012 angeboten werden. Beide Module umfassen ebenfalls jeweils 40 Unterrichtseinheiten. Wer sämtliche Module erfolgreich absolviert, kann die Abschlussprüfung zum „Trainer-C-Breitenfußball (Jugend)“ absolvieren – und verfügt anschließend über eine Lizenz, die bezuschussungsfähig ist.   

Der diesjährige „Tag der Qualifizierung“ wird jedoch nicht nur den heimischen Übungsleitern, sondern auch den Unparteiischen der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg ein Forum bieten, um für die „schwarze Zunft“ zu werben. „Ist denn noch kein Schiri da? Was tun, wenn kein Schiedsrichter kommt“ ist das Motto des Praxis-Teils, der zeitgleich mit den Kurzschulungen auf dem Kunstrasenplatz am „Weißen Stein“ im angrenzenden Sportheim des TSV Bicken über die Bühne gehen wird. Der TSV, so Klingelhöfer dankbar, habe sich dankenswerterweise bereit erklärt, die Aktion am 7. August zu unterstützen.

„Für uns Trainer ist dieser Tag der Qualifizierung eine wunderbare Geschichte“, freut sich der „Chef“ der Trainervereinigung. Schließlich komme man so hautnah mit den Betreuern in Kontakt, die an der Basis und im Jugendbereich arbeiten.

Beginn der Fortbildungsveranstaltung am Sonntag (7. August) ist um 9.30 Uhr; die Praxisteile beginnen um 10 Uhr. Der „Tag der Qualifizierung“ endet mit einer Abschlussbesprechung spätestens gegen 12.30 Uhr. Interessierte Kinder- und Jugendtrainer können am 7. August ohne Voranmeldung nach Bicken kommen, sollten wegen der Praxisteile aber Sportzeug mitbringen.

Anmeldung jetzt schon möglich

Anmeldungen für den „Lehrgang Basiswissen“ werden bereits vor der Veranstaltung per E-Mail an frank_dalwigk@gmx.de entgegengenommen. Interessenten können sich am 7. August aber auch vor Ort in eine entsprechende Liste eintragen.

Die neuformierten A-Junioren der JSG Eschenburg, die in die Gruppenliga aufgestiegenen B-Jugendlichen des Kreisoberligisten sowie die D1-Jugend des neu gegründeten FC Aar werden die heimischen Farben in der neuen Spielzeit auf Regionsebene vertreten. Der Spielbetrieb der C-Junioren-Gruppenliga dagegen geht nach dem verpassten Aufstieg der C-Jugend der ehemaligen JSG Mittenaar/Siegbach/Burg und dem Abstieg der JSG Eschenburg ohne Dillkreis-Beteiligung über die Bühne. Schade!

Eschenburger A-Junioren seit dem 4. Juli im Training

Bereits am 4. Juli die Vorbereitung auf die neue Spielzeit aufgenommen hat die A-Jugend der JSG Eschenburg. „Bei uns sind 14 Leute rausgekommen“, so der neue JSG-Coach Alexander Stähler, der nun vor der Aufgabe steht, unterstützt von seinem Co-Trainer Jens Müller eine neue schlagkräftige Gruppenliga-Mannschaft zu formen.

Nachdem der Kreisoberliga-Nachwuchs in den letzten Jahren stets eine gute Rolle spielte und am Ende der vergangenen Saison einen hervorragenden vierten Platz belegte, geht es für die JSG in der bevorstehenden Spielzeit allein um den Klassenerhalt. „Das wird schwer“, wissen die beiden JSG-Übungsleiter, die ihre Schützlinge zurzeit viermal wöchentlich zum Training bitten. Das erste Testspiel gegen den SSV Frohnhausen wurde mit 5:0 gewonnen.

Zwischen dem 29. und 31. Juli planen Stähler und Müller mit ihren Schützlingen ein dreitägiges Trainingslager in Eibelshausen, das mit einem Testspiel enden soll. Weitere „Formtests“ sind für den 6. August (gegen Hickengrund) und 8. August (gegen Dietzhölztal) geplant. Die  neue Gruppenliga-Saison wird aller Voraussicht nach am 13. August mit einer Begegnung gegen Waldsolms ihren Anfang nehmen.   

B-Jugend der JSG Eschenburg mit fünf Neuzugängen

Klar formuliert ist das Ziel des B-Jugend-Gruppenliga-Aufsteigers JSG Eschenburg. Der um die Neuzugänge Julian Koslowski (Wissenbach), Lukas Uhl, Robin Wagner (Hörlen/Simmersbach/Roth), Burhan Erol (Steinbrücken) und Marius Holler (JSG Scheldetal) ergänzte 22-köpfige Kader will den Verbleib in der höchsten Spielklasse schaffen. Um den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen, haben die beiden verantwortlichen Trainer Roger Klingelhöfer und Jan Reiprich und ihre Schützlinge bereits am 12. Juli mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Nicht mehr im Eschenburger Kader steht  Constantin Becker, der sich dem SSV Medenbach angeschlossen hat.

In seine erste Saison in der D-Jugend-Gruppenliga geht der neu gegründete FC Aar, der ab sofort die Jugendarbeit oberhalb der E-Junioren für den SSC „Juno“ Burg und die SG Mittenaar übernimmt. Das Vorgänger-Team, die JSG Mittenaar/Siegbach/Burg, hatte in der vergangenen Spielrunde in der eingleisigen Gruppenliga einen hervorragenden fünften  Platz erreicht.  Das Ziel in dieser Saison ist bescheidener: Klassenerhalt. Der Grund: Das Team ist völlig neu zusammengewürfelt. Die Mannschaft baut auf Spieler des frisch gebackenen E-Jugend-Kreismeisters, SSC  Burg; drei Akteure sind aus der D2-Jugend des Vorjahres „aufgerückt“. Neu im Kader sind Felix Schäfer und Lucca Felix (beide zuvor SK Herbornseelbach), Andreas Busik (TuS Driedorf), Maik Diede (FSV Manderbach), Dennis Alberg (TSG Wieseck), Luca Krieger (SG Katzenfurt) und Furkan Yilmaz (SV Niederscheld). Betreut wird das Team von Steffen Hardt und Axel Hofmann; neu zum Trainer-Team gestoßen ist Jochen Krieger.

Viele Testspiele für die D-Junioren des FC Aar

Die Vorbereitung hat am 22. Juli begonnen. Testspiele sind für 29. Juli (Freitag) gegen Asslar und 30. Juli (Samstag) gegen Bad Vilbel geplant. Am 6. August sind Eintracht Wetzlar und der JFC Frankfurt in Burg zu Gast; am 9. August spielt die neue D1 des FC Aar gegen Eisbachtal. Den Unterbau der Gruppenliga-Mannschaft bilden gleich drei Teams in der Kreisliga Dillenburg.

Die Referees der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg treffen sich ab 18.15 Uhr im Domizil des FC „Germania“ Hörbach zu ihrer ersten Monatsversammlung der neuen Saison.

Auszeichnung von Preisträgern

Im Zuge der Zusammenkunft werden die Preisträger der Aktion „Danke, Schiri“ ausgezeichnet. Ferner wird die neue Ausgabe der Schiedsrichter-Zeitung „Der Peifekopp“ verteilt.

Nahezu zeitgleich findet am 29. Juli im Gladenbacher „Hotel Schlossgarten“ die traditionelle Saisoneröffnung der höherklassigen Schiris der Region Gießen/Marburg und der Beobachter statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. 

In insgesamt 12 Fußballkreisen findet die dritte Auflage der Veranstaltung unter der Regie des HFV-Ausschusses für Qualifizierung am ersten Sonntag im August zeitgleich statt. Der Aufruf von Verbandslehrwart Ralf Viktora an die SR-Vereinigungen vor Ort: „Wir wollten den Tag der Qualifizierung unbedingt dazu nutzen, um Werbung für das Amt des Schiedsrichters zu betreiben.“

Fortbildung vor allem für Kindertrainer

Eingeladen zur Fortbildungsveranstaltung sind insbesondere Trainer von Bambini-, F- und E-Jugend-Mannschaften. Durch einen hohen Praxisanteil sollen die Nachwuchsbetreuer Tipps und Anregungen für ihre tägliche Trainingsarbeit erhalten.

Im Bereich des Schiedsrichterwesens vermitteln die Lehrwarte, wie schwierig in manchen Fällen die Anwendung des Regelwerks ist – und was Nachwuchstrainer tun können, wenn zu einem Juniorenspiel kein geprüfter Spielleiter erscheint.

Nach einer theoretischen Einführung stehen drei Praxisteile in ebenso vielen Gruppen auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren die Stationen „Kleine Spiele“, „Bambini bis E-Junioren“ und „Ist denn noch kein Schiri da? – Was tun, wenn kein Schiedsrichter kommt, und was ein Schiedsrichter so machen muss“.

Kostenlose Teilnahme

Nachwuchsbetreuer, die am „Tag der Qualifizierung“ teilnehmen, werden gebeten, Sportkleidung mitzubringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Beginn der Veranstaltung ist um 9.30 Uhr; das Ende ist gegen 12.30 Uhr vorgesehen.

Unsachliche Kritik und Schuldzuweisungen an Unparteiische hätten in der zurückliegenden Meisterschaftsrunde „wieder etwas zugenommen“, hat Viktora festgestellt. Der ehemalige Kreisschiedsrichterobmann bedauernd:  „So wie mit den jungen Nachwuchsschiedsrichtern in kritischen Situationen umgegangen wird, würde man vereinsintern mit einem Nachwuchsspieler nicht umgehen.“

Weiter fünf Dillkreis-Schiris in der Gruppenliga

Insgesamt, so der amtierende Dill-Schiri-Chef Rainer Wendland, geht die Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg mit 173 aktiven Unparteiischen in die bevorstehende Spielzeit. Eine Zahl, die „in etwa dem Stand des Vorjahres“ entspricht. Mit den Spielleitern Thomas Möller (32, SG Arborn/Münchhausen), Lukas Nöh (21, SSV Medenbach), Florian Hermann (27, SSV Simmersbach) sowie den „Aufsteigern“ Daniel Klingelhöfer (17, SSV Eiershausen) und Andreas Hofheinz (19, SSV Sechshelden) sind weiter fünf heimische Schiris in der Riege der Referees vertreten, die Spiele bis zur Fußball-Gruppenliga pfeifen dürfen. Wendlands Wunsch für die Saison: „Es wäre schön, wenn einer aus der wirklich guten Gruppenliga-Riege mal den Aufstieg in die Verbandsliga schaffen würde.“

Für Unparteiische, die von der Hessen- bis zur Gruppenliga aktiv sind, will der Verbandsschiedsrichterausschuss in der bevorstehenden Spielzeit „nach einer erfolgreichen Testphase das neue Coaching-Programm umsetzen“. Ralf Viktora zuversichtlich: „Wir erhoffen uns dadurch eine noch gezieltere Förderung sowie eine Leistungsoptimierung bei allen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern in diesen Spielklassen.“

Während der Verband alles dran setzt, seinen höherklassigen Unparteiischen eine optimale Förderung zukommen zu lassen, stehen junge Schiedsrichter bei ihren ersten Spielleitungen im Jugendbereich oft alleine da – und bei übereifrigen Eltern und Juniorenbetreuern im Kreuzfeuer der Kritik. Und das, obwohl sich im „Erweiterten Lehrstab“ des Kreisschiedsrichterausschusses  seit 2010 vier einsatzfreudige Schiris engagiert um den Nachwuchs kümmern.

Viktora mahnend: „Jeder Verein sollte bedenken, dass er vielleicht auch einen Nachwuchs-Schiedsrichter hat, dem es bei der Spielleitung im Nachbarort ähnlich ergehen könnte, wie dem angesetzten Schiedsrichter des eigenen Spiels.“ Clubs, die keine jungen Anwärter für einen Neulingslehrgang finden würden, sollten sich die Frage stellen, „ob das eventuell auch daran liegt, wie man mit den angesetzten Schiedsrichtern der eigenen Spiele umgeht und sich ihnen gegenüber verhält“.

Wendland dankt „Oldies“

Während es der Schiri-Nachwuchs auf den heimischen Plätzen vielfach schwer hat und jeder Unterstützung bedarf, zollt Kreisschiedsrichterobmann Rainer Wendland den erfahrenen Spielleitern aus dem Landstrich an der Dill ein Sonderlob: „Klasse sind die Oldies in unserer Vereinigung, die dafür stehen, dass wir einen sicheren Spielbetrieb gewährleisten können.“ Nicht wenige Unparteiische seien „für ein kurzfristiges Einspringen immer zu haben“.

Für die neue Saison erhofft sich der Dill-Schiri-Chef „eine problemlose Besetzung aller Spiele“, weniger Spielrückgaben der Schiedsrichter (vor allem im Jugendbereich) – und einen Ausbau des Kontakts mit den Fußball-Clubs des Kreises. „Hier wünsche ich mir den frühzeitigen Dialog seitens der Vereine – und nicht erst ein, zwei Monate vor Ende der Saison, wenn die Anzahl der Sitzungsbesuche fast nicht mehr zu retten und eine negative Sollfeststellung mit einer entsprechenden Strafe zu erwarten ist.“ 

Unparteiische, die den Regel- und Fitnesstest absolvieren wollen, sind ab 10 Uhr im Herborner Rehbergstadion herzlich willkommen.

Die noch ausstehende „Gespanneinteilung“ für die Unparteiischen der Gruppenliga soll dann am 30. Juli (Samstag) an gleicher Stelle über die Bühne gehen.

Erster Programmpunkt ist die traditionelle Saisoneröffnung, die am Freitag (29. Juli) ab 19 Uhr im Gladenbacher „Hotel Schlossgarten“ über die Bühne geht. Am Freitag (12. August), 17 Uhr, finden in der Sportschule Grünberg eine Fortbildung und eine Leistungsprüfung (HIT- und Regeltest) für die vorläufigen Mitglieder des U21-Kaders statt.

Am Freitag (30. September) schließlich geht im Domizil des SC Roth/Argenstein in Weimar-Roth eine Schulung für Assistenten der Gruppenliga über die Bühne; die Teilnehmer müssen von den Lehrwarten der Kreise bis zum 15. September gemeldet werden. Beginn der Assistentenschulung ist um 17.30 Uhr.

Die kleinen Schwierigkeiten zum Abschluss der Vorrundentagung im Sportheim des RSV Büblingshausen konnten jedoch den positiven Gesamteindruck zur abgelaufenen Spielzeit nicht trüben. Und darin waren sich – auch nicht immer selbstverständlich – Klassenleiter, Schiedsrichtervertreter und Sportgerichtsbarkeit einig.

Punktabzug für Sachsenhausen: „Keine andere Möglichkeit“

Für letztere ergriff im Rahmen des Treffens Horst-Günther Konlè, Vorsitzender des regionalen Sportgerichts, das Wort. Neben Grundsätzlichem  wie „Pyrotechnische Gegenstände sind auf jedem Sportplatz des HFV verboten“ ging der Ballersbacher auch auf den „Fall 1.SC Sachsenhausen“ ein, dem in der vergangenen Gruppenliga-Saison 33 Punkte abgezogen worden waren, weil der Verein es versäumt hatte, für zwei Akteure mit abgelaufenem Vertragsamateurstatus wieder eine  Spielberechtigung als „normale“ Amateure zu beantragen. „Wir hatten laut  Satzung des Hessischen Fußballverbandes keine andere Möglichkeit der Bestrafung“, stellte Konlè mit Blick auf Aussagen klar, nach denen man lediglich Sachsenhausen die Zähler hätte abziehen können, ohne sie dem jeweiligen Gegner als Pluspunkte zu werten.

Auch in Sachen Sperren hatte der HFV-Funktionär Interessantes zu berichten. So gelten beispielsweise Pflichtspiel-Sperren nach einem Vereinswechsel noch für die abgebende Klasse. Im Klartext: Wechselt ein B-Liga-Spieler zu einem Kreisoberligisten, bringt aber noch ein Spiel Sperre als „Altlast“ aus der Vorsaison mit, so gilt diese noch für die B-Liga. Beginnt diese also erst eine Woche nach der KOL mit dem Spielbetrieb, bleibt der Spieler somit noch eine Woche länger gesperrt. Ähnlich verhält sich der Fall mit A-Junioren, für die der neue  Verein jedoch einen Antrag auf Umwandlung einer Pflichtspiel- in eine Zeitsperre stellen kann, wenn man selbst über keine A-Jugend verfügt.

Ab der Spielzeit 2011/2012 wechselt in der Kreisoberliga West die Sportgerichtsbarkeit. Nach Heinz Dorfmüller und Manfred Schneider aus dem Kreis Wetzlar, deren zügige Bearbeitung der Fälle von allen Beteiligten gelobt wurde, sind nun Bernd Hermann (Sportgerichtsvorsitzender Dillenburg) sowie Einzelrichter Heiko Herr (Donsbach) für die Liga verantwortlich.

Wendland: „Selten so eine unproblematische Klasse erlebt“

Einigkeit demonstrierten auch die beiden Kreisschiedsrichter-Obleute Rainer Wendland und Karsten Gombel. „Ich habe selten so eine unproblematische Klasse erlebt“, lobte Wendland die Vereinsvertreter.

Klassenleiter Martin Seidel betonte, dass er 2010/2011 alle Vereine spielen sah und bis auf drei auch jeweils mindestens ein Heimspiel besucht hatte. Fairness-Sieger wurde die SG Waldsolms (63 Punkte) vor Spartak Wetzlar (66). Beide Vereine waren als einzige ohne eine Rote Karte durch die Saison gegangen. Abgeschlagener Letzter war hier Absteiger Türk Ataspor Wetzlar (157).

Bewährt hat sich der Schiedsrichter-Pool, der nach einstimmigem Beschluss beibehalten wird. Insgesamt entstanden Kosten in Höhe von 14684,40 Euro, pro Verein waren dies 815,80 Euro. Den „teuersten“ Referee erhielt Aufsteiger TSV Steinbach zugeteilt (77,60 Euro), am billigsten kam einmal die SG Waldsolms (23 Euro) davon.

Seidel: „Ich bin ein Fußballer mit Herz“

Verraucht ist inzwischen der Zorn Martin Seidels über das abgelehnte Spielgeschehen. „Man hat uns voll gegen die Wand laufen lassen!“ Seidel dachte an Rücktritt, doch inzwischen sei „die Angriffslust zurück. Ich bin eben ein Fußballer mit Herz.“

In der kommenden Spielzeit bleibt der Eintrittspreis in der Kreisoberliga mit 3,50 Euro konstant, auch das Spielgeschehen der 17-er-Liga ist nahezu unverändert. Der Meister steigt in die Gruppenliga auf, der Zweitplatzierte geht mit den Zweiten der Kreisoberligen Süd und Nord sowie dem Viertletzten der Gruppenliga in die Relegation. Nach drei Direktabsteigern in der Vorsaison sind es diesmal nur zwei. Der Drittletzte spielt mit den beiden Zweiten der A-Ligen Dillenburg und Wetzlar Relegation.

Die Vorrunde startet am 6. August und soll am 11. Dezember abgeschlossen werden. Erster Restrundenspieltag wird dann Samstag, der 26. Februar, sein.

Die ersten Spieltage – Samstag, 6. August: Waldsolms – Reiskirchen/N. (17.30). Sonntag, 7. August: Braunfels II – Frohnhausen (14), Mittenaar – Aartal, Aßlar – Sinn, Werdorf – Spartak Wetzlar, Burgsolms – Niederscheld, Münchholzh./D. – Büblingshausen, Eschenburg – Haiger (alle 15).

Mittwoch, 10. August: Reiskirchen/N. – Münchh./Dutenhofen, Büblingshausen – Eschenburg, Frohnhausen – Burgsolms, Spartak Wetzlar – Aßlar (alle 19), Niederscheld – Werdorf (19.30). Donnerstag, 11. August: Haiger – Braunfels II, Wetzlar II – Mittenaar (beide 19).

Samstag, 13. August: Aßlar – Niederscheld (15), Mittenaar – Waldsolms, Frohnhausen – Werdorf (beide 17). Sonntag, 14. August: Braunfels II – Büblingshausen, Burgsolms – Haiger, Eschenburg – Reiskirchen/N., Münchholzh./Dutenhofen – Aartal, Wetzlar II – Sinn (alle15).

In der Regel 2 („Der Ball“) hat demnach diese Änderung Aufnahme gefunden: Wird der Ball beschädigt oder platzt der Ball beim Strafstoß oder beim Elfmeterschießen, während er sich nach vorne bewegt, und dies geschieht, bevor ein Spieler oder die Querlatte oder ein Torpfosten diesen berührt, so wird dieser Strafstoß wiederholt.

DFB: „Sehr sinnvolle Änderung“

Bisher war es so, dass dieser Strafstoß als verwirkt galt. Kommentar des Deutschen Fußball-Bundes: „Dies ist aus unserer Sicht eine sehr sinnvolle Änderung, da dies auch verständlich und nachvollziehbar für alle Fußballbegeisterten herübergebracht werden kann.“

In der Regel 2 wurde ferner neu festgelegt, dass für den Fall, dass ein zusätzlicher Spielball auf das Spielfeld gelangt, der Schiedsrichter die Partie nur dann zu unterbrechen hat, wenn dieser Ball das Spielgeschehen stört. Hinweis des DFB: „Wird das Spielgeschehen durch den zusätzlichen Ball nicht gestört, lässt der Schiedsrichter den Ball so rasch wie möglich entfernen, muss aber deshalb das Spiel nicht unterbrechen.“

Auch andere Linien zulässig

In der Regel 1 („Das Spielfeld“) wurde festgelegt, dass „insbesondere auf Kunstrasenplätzen durchaus auch andere Linien zulässig sind“. Diese sollen jedoch andersfarbig sein und sich von den üblichen Fußballmarkierungen unterscheiden lassen.

Was die „Ausrüstung der Spieler“ (Regel 4) betrifft, wurde festgelegt, dass „nicht nur Unterziehhosen, sondern auch die so genannten ‚Tights‘ die gleiche Farbe wie die Hauptfarbe der Hose haben müssen“. Ferner sind „Schlauchschals“ („Snoods“) verboten.

Alle Beschlüsse zur Änderung der Spielregeln sind für die Mitgliederverbände verbindlich und am 1. Juli 2011 in Kraft getreten.

Wer den neuen Ausweis schon vor der nächsten Monatsversammlung am 29. Juli erhalten will, kann dem SR-Chef des Fußballkreises Dillenburg einen adressierten und frankierten Rückumschlag nebst Passbild (Bitte beschriften!) zusenden. Die Anschrift des KSO lautet: Rainer Wendland, Lindenstraße 2, 56477 Nister-Möhrendorf.

Anschließend erhält der jeweilige Unparteiische den neuen Ausweis bearbeitet und per Post zurück.