In der aktuellen Ausgabe wird über viel Wissenswertes rund um Hessens Fußball und seine sechs Regionen berichtet.

Internet-Auftritt ab 29. Juli mit neuem Relaunch

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe steht der Relaunch des Internet-Auftritts „FUSSBALL.DE“. Am 29. Juli bekommt der Amateurfußball in Deutschland eine neue Heimat im Internet. An diesem Tag erscheint die Seite nicht nur optisch runderneuert, sondern auch mit einem neuen redaktionellen Konzept, hochwertigen Serviceangeboten und zahlreichen neuen Features. Der „Hessen-Fußball“ zeigt auf, was die User erwartet.

Interessant ist aber auch ein Blick auf eine weitere Maßnahme des DFB-Masterplans, den Vereinsdialog. Zum Start des „Vereinsdialogs“ hatte sich HFV-Präsident Rolf Hocke vor wenigen Tagen ein Stelldichein in Herborn gegeben.

HFV-Verbandsspitze will der Basis zuhören

Um den Amateurfußball für die Zukunft zu wappnen, ist es wichtig, als Verband den Vereinen an der Basis zuzuhören. Die gelungene Auftaktveranstaltung fand beim SV Herborn statt. Im Rahmen des Vereinsdialogs werden in den nächsten drei Jahren 35 weitere Vereine besucht werden.

Unterdessen haben auch die Jüngsten einmal mehr bewiesen, dass auch die Kleinen am Ball ganz groß sind. Das zeigten die hessischen Talente beim D-Junioren-Hessencup genauso wie die Teilnehmer des Wolfgang-Schlosser-Cups.

Die Seiten der Regionen sowie aktuelle Berichte aus allen Abteilungen – darunter auch ein interessantes Interview mit Taijiquan-Lehrer Martin Pendzialek – und die Rubrik „Zurückgeblättert“ runden die Juli-Ausgabe des Verbandsmagazins ab.

Die Vertretung des Beilsteiner Funktionärs in den Bereichen An- und Umbesetzungen, kurzfristige Absagen und Einpflegen von Freundschaftsspielen übernimmt Dill-Schiri-Chef Rainer Wendland (Tel. 0170/7623810 – Mail wendland.rainer@t-online.de).

Rundum zufriedenstellend fällt die Bilanz in der Ersten Bundesliga aus, dort haben sich Tobias Welz (Wiesbaden) und Tobias Stieler (Offenbach) bereits lange etabliert und beide können das begehrte FIFA-Abzeichen auf ihrer Brust tragen. Das ist ein erstaunlicher Erfolg für den HFV, denn gemessen an der Verbandsgröße ist Hessen mit zwei international tätigen Schiedsrichtern bestens aufgestellt.

Günsch steigt in die dritte Liga auf

Während im Fußball-Unterhaus eine Lücke klafft, kann mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Bilanz in der Dritten Liga geblickt werden: Hier ist es Christof Günsch (Gießen/Marburg) gelungen, nach der Rückkehr in die Regionalliga den Durchmarsch zu schaffen und in die Dritte Liga aufzusteigen. Diese Leistung des 28-jährigen und für den SV Reddighausen pfeifenden Referees verdient Respekt und Anerkennung, da der Aufstieg aus der Regionalliga hinaus in den Lizenzbereich keine Selbstverständlichkeit darstellt und nur mit ausgezeichneten Leistungen gelingen kann.

Jonas Weickenmeier (Offenbach) muss diese Klasse verlassen, für ihn haben die sportlichen Leistungen einen Verbleib leider nicht zugelassen. Dieses „weinende Auge“ wird aber durch den Verbleib von Weickenmeier als Schiedsrichterassistent in der Zweiten Bundesliga etwas kompensiert, dort wird auch Christof Günsch zum Einsatz kommen.

Mit Rafael Foltyn (Wiesbaden) hat der HFV zudem noch einen Assistenten in der Ersten Bundesliga vorzuweisen, der sich hier bereits etabliert hat und dem noch weitere Schritte auf der Spezialistenebene der Assistenten zuzutrauen sind.

Nachdem letztes Jahr Martina Storch-Schäfer ihre Karriere aus Altersgründen beenden musste, bleibt in der Ersten Liga der Frauen Katrin Rafalski (Kassel) das Maß aller Dinge. Sie wird auch gleichzeitig als FIFA-Schiedsrichter-Assistentin amtieren, wo sie dieses Jahr noch bei der U20-WM in Kanada zum Einsatz kommen wird. Susanne Mürell (Frankfurt) wird ein Jahr Babypause einlegen, in Liga zwei kommen daher nunmehr die Aufsteigerin Wiebke Schneider (Frankfurt) sowie Anna Scheib (Wiesbaden) und Sabine Stadler (Fulda) weiterhin zum Einsatz.

Top-Leistungen abgeliefert und für „Höheres“ empfohlen

Auch die Regionalliga-Schiedsrichter-Liste hat aus Sicht des HFV mehrere Änderungen erfahren. Positiv dabei kann vermeldet werden, dass gleich zwei Schiedsrichter aufgestiegen sind: Julius Martenstein (Gießen/Marburg) und Marco Unholzer (Darmstadt) konnten Top-Leistungen abliefern und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Mit dieser Entscheidung soll auch jungen und talentierten Referees eine Chance eröffnet werden, für den HFV zukünftig noch weitere Karriereschritte zu gehen und vielleicht an die Türen des Lizenzbereichs zu klopfen.

Ein Schiedsrichter ist aus der Regionalliga ausgeschieden, nämlich Karl Wiatrek (Kassel), der berufsbedingt den Landesverband wechseln wird, sowie Kai Vonderschmidt (Frankfurt), der eine routinierte und solide Saison absolviert hat, aber aus Altersgründen Platz für jüngere Schiedsrichter machen musste. Die übrigen Unparteiischen Moritz Kühlmeyer (Wiesbaden), Katrin Rafalski und Jonas Weickenmeier bilden zusammen mit den zwei Aufsteigern nunmehr das hessische Quintett in der Regionalliga Südwest.

Auch in den Junioren-Bundesligen hat es einige Veränderungen gegeben. In der A-Junioren-Bundesliga werden ab sofort die Schiedsrichter Patrick Hartmann (Darmstadt, neu), Dennis Meinhardt (Fulda, neu) und Timo Wlodarczak (Fulda) zum Einsatz kommen, Abdelkader Boulghalegh (Darmstadt) verlässt die Klasse. Eine Altersstufe tiefer, in der B-Junioren-Bundesliga, werden neben Simon Heß (Darmstadt) Fabian Bierau (Gießen/Marburg, neu) und Tobias Panzer (Gießen/Marburg, neu)  an der Pfeife zum Einsatz kommen.

Zahlreiche Veränderungen auf den „Top 90“-Listen

Traditionell umfangreicher gestalten sich die Veränderungen auf den Verbandslisten, den so genannten „TOP 90“-Listen. Aufgestiegen in die Hessenliga – dort pfeifen 35 Schiedsrichter insgesamt – sind Torsten Eick (Gießen/Marburg), Johannes Frohnapfel (Fulda, Porträt-Bild) und Patrick Glaser (Wiesbaden). Sie ersetzen die Ausscheider Michael Dutschmann (Gießen/Marburg), Dr. Manuel Kunzmann (Fulda), Killian Sauerwein (Fulda), Janek Steitz (Frankfurt), Martin Wiatrek (Kassel) und Benjamin Witzel (Wiesbaden). Sportliche Absteiger gab es aufgrund der soliden Beobachtungsergebnisse in dieser Klasse keine.

In die Verbandsliga, welche insgesamt 56 Schiedsrichterplätze hessenweit umfasst, sind die Unparteiischen Parparim Dervisi (Kassel), Kai Flechtner (Fulda), Dennis Jantz (Wiesbaden), Jan Moulden (Frankfurt), Nico Pohl (Gießen/Marburg), Maximilian Rother (Darmstadt), Frederik Angermaier (Wiesbaden), Felix Berger (Kassel), Christoph Eschmann (Frankfurt), Maurice Gotta (Darmstadt), Alexander Hauser (Wiesbaden), Johanna Ochs (Gießen/Marburg), Alexander Pächthold (Gießen/Marburg), Florian Tesch (Darmstadt), Patrick Werner (Darmstadt) aufgestiegen.

Sie ersetzen Jonas Herberg (Darmstadt), Frank Kunold (Frankfurt), Andre Müller (Frankfurt), Paul Walprecht (KS) und Michael Wilhelm (Fulda, alles freiwillige Ausscheider) sowie Kemal Beynal (Wiesbaden), Andreas Börner (Fulda), Patrick Krauß (Frankfurt), Sven Marquardt (Wiesbaden), Thomas Möller (Gießen/Marburg, obenstehendes Gespann-Foto/Mitte), Oliver Wach (Wiesbaden) und Volkan Yildiz (Darmstadt, alles Absteiger).

Schauplatz der Zusammenkunft ist das Sportheim des FC „Germania“ Hörbach.

Beginn der Veranstaltung, in deren Rahmen auch die neue Ausgabe der Schiri-Zeitung „Der Peifekopp“ verteilt wird, ist um 18.15 Uhr.

Unentschuldigtes Fehlen wird satzungsgemäß bestraft.

Hinweis: Die neue „Peifekopp“-Ausgabe kann auf dieser Homepage bereits heruntergeladen werden!

Bevor Geilfuß jedoch als „Glücksfee“ zum Griff in die Lostrommel ansetzte, dankte der Gebietsleiter dem Führungsgremium der heimischen Kicker für die Treue und gute Zusammenarbeit in den letzten eineinhalb Jahrzehnten. Der Fußballkreis Dillenburg sei seinerzeit der erste Kreis Hessens gewesen, in dem sich die „Krombacher Brauerei“ als Sponsor betätigt habe. Geilfuß: „Hier haben wir angefangen – das war eine gute Entscheidung.“ Unter dem Beifall der Vereinsvertreter, die vom gastgebenden FC Erdbach bestens umsorgt wurden, überreichte der Gebietsleiter Seidel und Metz eine Urkunde und einen Scheck über 1.500 Euro.

Lay: Ehrenamtlichen Einsatz der Vereine unterstützen!

In die Schar derer, die der traditionellen Kreispokalauslosung beiwohnten, reihte sich auch Breitscheids Bürgermeister Roland Lay ein. Die Gemeinde, so Lay, sei bemüht, „ihren Fußballvereinen eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen“ und sie nach Kräften zu unterstützen. Der Bürgermeister entschieden: „Es ist wichtig, dass man hinter dem ehrenamtlichen Engagement steht, das in den Vereinen geleistet wird.“

Während Anmeldungen für den Alt-Liga-/Ü35-Pokal (Stichtag: 1. Januar 1980!) noch bis zum 18. Juli von Spielleiter Andreas Richter entgegengenommen werden, loste Axel Geilfuß nach den Grußworten und einleitenden Erläuterungen die Partien der beiden ersten Pokalrunden aus. Auf Titelverteidiger und Hessenliga-Aufsteiger TSV Steinbach wartet zunächst ein Auswärtsauftritt bei der SG Hammerweiher. Kreispokal-Finalist SSV Langenaubach reist, wie im Cup-Wettbewerb der letzten Saison, zur SG Hirzenhain/Lixfeld. Die ersten beiden Runden des „Krombacher Kreispokals“ werden zwischen dem 23. und 30. Juli sowie zwischen dem 6. und 13. August ausgetragen.

Der Reservepokal 2014/2015 wird am 22. Juli mit dem Derby zwischen Merkenbach und dem SV Herborn eingeläutet. Insgesamt werden sich 41 Senioren-Mannschaften am Pokal der ersten und 33 Teams am Wettbewerb der zweiten Mannschaften beteiligen.

Richter: Werbt in den Vereinen für den Ü35-Kreispokal!

Andreas Richter, Spielleiter des Ü35-Pokals, erläuterte, dass man sich von der Verschiebung des Stichtags auf den 1. Januar 1980 eine „größere Teilnehmerzahl“ erhoffe. „Werbt in Euren Vereinen für unseren Alt-Liga/Ü35-Pokal“, so der Aufruf des KFA-Mitglieds an die Clubvertreter. Bisher liegen Anmeldungen von zehn interessierten Teams vor. Die erste Runde des Ü35-Kreispokals soll zwischen dem 16. und 23. August ausgetragen werden.

Sechs Mannschaften werden schließlich am Frauen-Kreispokal 2014/2015 teilnehmen. Hoffnungen auf den Gewinn des Cup-Wettbewerbs machen sich Schönbach, Eschenburg, Dietzhölztal, Fellerdilln, Fleisbach und die FSG Haigerseelbach/Langenaubach. Das Ergebnis der Auslosung soll den Vereinen demnächst mitgeteilt werden.

Text und Bilder: Joachim Spahn  

Der Schüler hatte erst vor zwei Jahren den Schiri-Neulingslehrgang absolviert und sich seitdem ganz der Schiedsrichterei verschrieben. Die rasante Leistungsentwicklung Bräunches und gute Leistungen in der jüngsten Kreisoberliga-Saison bewegten den heimischen Schiedsrichterausschuss dazu, eines seiner größten Talente als „Aufsteiger“ in die Gruppenliga zu nominieren.

Regionalen Leistungstest bestanden

Anschließend musste der junge Top-Schiri, der in seiner Freizeit auch gerne schwimmt oder Fahrrad fährt, die regionale Leistungsprüfung auf dem Gelände der Sportschule Grünberg bestehen.

„Gute Leistungen bringen und schauen, was kommt“, lautet die Maxime, unter die der 15-Jährige sein sportliches Wirken gestellt hat. Mit dem Sprung in die Gruppenliga hat Dominik Bräunche zumindest den Aufstieg bereits geschafft, den die Senioren-Kicker seines Heimatvereins zuletzt hauchdünn verpasst hatten und am Ende der Spielzeit 2014/2015 unbedingt feiern wollen.

Gelungene Premiere in Eschenburg

Sein erstes Spiel als Gespann-Schiri leitete der frisch gebackene Gruppenliga-Schiri beim freundschaftlichen Kick zwischen der SG Eschenburg und dem Regionalligisten Sportfreunde Siegen (0:3) und bot, unterstützt von seinen Schiedsrichter-Kollegen Christopher Bastian und David Simon Bräuer, eine Leistung, mit der Kreis-Lehrwart Sebastian Müller sehr zufrieden war: „Sein erstes Spiel mit Assistenten brachte unser Aufsteiger erfreulich unaufgeregt über die Bühne.“

30 Referees, darunter viele jüngere Spielleiter, hatten sich am Samstagnachmittag dem zweiten Form- und Fitnesstest vor der neuen Saison im Herborner Rehbergstadion gestellt. Die erste Möglichkeit, die diesjährige Kreisleistungsprüfung zu absolvieren, hatten im April in Eibelshausen 22 weitere Schiris genutzt.

Lehrwart von Gesamt-Teilnehmerzahl „etwas enttäuscht“

Zählt man die fünf Schiedsrichter hinzu, die in der Sportschule Grünberg auf regionaler Ebene ihr Regelwissen und ihre Fitness hatten unter Beweis stellen müssen, haben in diesem 57 heimische Unparteiische den Formtest absolviert. Sebastian Müller enttäuscht: „Leider eine etwas enttäuschende Gesamtanzahl an Teilnehmern.“

Für die Dill-Schiris, die am Samstag den Weg ins Rehbergstadion gefunden hatten, galt es – je nach Alter und Spielklasse, in der sie in der neuen Saison zum Einsatz kommen sollen – zwischen 15 und 20 „Hits“ zu absolvieren.

Im Regeltest warteten 15 Fragen auf die Schiedsrichter. Um die schriftliche Prüfung zu bestehen, mussten 25 von 30 Zählern erreicht werden. „Der Regeltest war etwas schwieriger als in den Vorjahren“, erläuterte der Kreis-Lehrwart. Bei der Auswertung der Fragebögen unterstützt wurde Müller von seinem Amtsvorgänger Roland Horschitz.

Nach dem knapp zweistündigen Leistungstest nahmen die Unparteiischen unter anderem die Erkenntnis mit nach Hause, dass es nichts schaden kann, öfter ins Regelheft zu schauen und sich hin und wieder intensiver mit den 17 Fußball-Regeln und deren Besonderheiten zu befassen.

Erste Pflichtsitzung in der neuen Saison am 25. Juli in Hörbach

Die erste Pflichtsitzung der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg in der neuen Saison findet am Freitag (25. Juli), 18.15 Uhr, im Sportheim des FC Hörbach statt.

Dann wird auch die neue Ausgabe der Schiri-Zeitung „Der Peifekopp“ an die heimischen Spielleiter verteilt werden.

Bilder: Rolf Weichbold und Joachim Spahn

A-Liga-Klassenleiter Bruno Misamer lädt die Clubvertreter für Donnerstag (17. Juli) zur Abstimmung der Termine für die erste Hälfte der Saison 2014/2015 ein. Neben der genauen Festsetzung der Begegnungen stehen ab 18.30 Uhr im Domizil der SSG Breitscheid auch Rückblicke auf die vergangene Spielzeit sowie Informationen aus dem Verbands-, Regional- und Kreisgeschehen auf der Tagesordnung.

B-Liga-Teams tagen am 26. Juli in Manderbach

Die Teams der B-Ligen Nord und Süd tagen am Samstag (26. Juli) im Sportheim des FSV Manderbach. Klassenleiter Bernd Eckhardt bittet die Mannschaften der B-Liga Nord für 11 Uhr und die der B-Liga Süd für 13 Uhr ins Domizil der „Edelweißen“.

Erläuterungen zur Einführung des „Norweger Modells“ („Neuner-Regel“) für den Reservespielbetrieb sowie Kurzberichte aus dem Schiedsrichterwesen und über die Aktivitäten des Kreissportgerichts runden die drei Zusammenkünfte ab.

Fairste Mannschaften werden geehrt

Ferner sollen die fairsten Mannschaften der letzten Saison geehrt werden. Diese Teams erhalten jeweils ein Ballgeschenk.

Letzterer kümmert sich beim Hessischen Fußball-Verband um die Umsetzung des HFV-Masterplans – und damit um ein Großvorhaben, von dem sich die Verantwortlichen einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftssicherung des Amateurfußballs erhoffen. Der Deutsche Fußball-Bund hatte diesen Masterplan im Rahmen eines Bundestages im Oktober 2013 beschlossen und seine Landesverbände damit beauftragt, diese Strategie bis zum Jahr 2016 vor Ort in die Tat umzusetzen.

„Wir wollen genau wissen, wo Sie der Schuh drückt“, beschrieb Rolf Hocke den Anlass des Zusammentreffens mit den Verantwortlichen des A-Liga-Aufsteigers. Dem rührigen Vorstandsteam um den SVH-Vorsitzenden Matthias Bernhardt und dessen Stellvertreter Sascha Wohlfeil kam dabei die Ehre zu, mit dem prominenten Besucher-Trio den ersten „Vereinsdialog“ überhaupt im Zuge des Masterplans führen zu können.

Besuch bei 36 Vereinen geplant

„Wir werden bis 2016 insgesamt 36 Vereine besuchen“, kündigte der HFV-Präsident im Rahmen der Premiere an, bei der sich auch Vertreter des Kreisfußballausschusses an der gleichermaßen intensiven wie fruchtbaren Diskussion beteiligten. Das Gespräch auf Augenhöhe soll, so Hocke erläuternd, insbesondere Klarheit über die Zielstellungen, Probleme und Herausforderungen schaffen, mit denen die konfrontiert würden, die an der Basis tätig seien.

Ziel des Gedankenaustauschs, so der „Chef“ der hessischen Kicker weiter, sei es vor allem, die Weichen dafür zu stellen, dass „Fußball im ganzen Bundesland weiter flächendeckend gespielt werden kann“. Viele Vereine haben zunehmend Probleme, den Spielbetrieb auf unterster Ebene aufrecht zu erhalten. Ein Trend, der unter anderem auf den demographischen Wandel, sinkende Bevölkerungszahlen, aber auch auf ein geändertes Freizeitverhalten zurückzuführen ist. Hockes Erkenntnis: „Der Fußball ist nicht auf einer einsamen Insel, sondern mitten in der Gesellschaft drin.“

Hartplatz soll zum Kunstrasen werden

Unter anderem im Rahmen einer ausgiebigen Besichtigung der Sportanlage auf dem Rehberg nutzte der SV Herborn die Gunst der Stunde, um den Verbandsverantwortlichen sein Herz auszuschütten. Besonders unter den Nägeln brennt dem A-Liga-Aufsteiger, der aktuell über 11 Jugend- und zwei Seniorenmannschaften verfügt, die Umgestaltung des maroden Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz.

Den Neubau des Platzes, so der SVH-Vorsitzende Matthias Bernhardt vorausschauend, werde man im nächsten Jahr angehen. Das 450.000-Euro-Projekt, das man gemeinsam mit dem ESV Herborn in Angriff nehmen wolle, sei für einen knapp 290 Mitglieder zählenden Verein wie den SV Herborn „eine echte finanzielle Hausnummer“. Rolf Hocke sagte dem Vorstandsteam seine Unterstützung bei der Realisierung des Großprojekts zu. „Ich werde Ihnen überall da, wo es geht, helfen.“

Ebenfalls unter den Nägeln brennt den Verantwortlichen des 1920 gegründeten Traditionsvereins die Gewinnung zusätzlicher ehrenamtlicher Mitarbeiter. „Bei uns hat sich in den letzten Jahren viel getan“, beschrieb Matthias Bernhardt die Aufbruchstimmung, die in den Reihen des A-Liga-Aufsteigers herrscht. Kehrseite der Medaille sei jedoch, dass man zunehmend Probleme habe, geeignete Betreuer für die ständig wachsende Zahl an Jugendmannschaften zu finden.

Sebastian Fink räumte zwar ein, dass es für eine von Erfolg gekrönte Suche nach freiwilligen Mitstreitern und Mitstreiterinnen „kein Patentrezept gibt“. Um Ehrenamtliche zu finden, die mithelfen wollen, könnten Vereine wie der SV Herborn jedoch das umfangreiche Beratungs- und Serviceangebot des Hessischen Fußball-Verbands nutzen.

Der Vereinsdialog als Teil der Strategie zur Zukunftssicherung des Amateurfußballs soll in den nächsten Monaten mit ausgewählten Clubs der 32 hessischen Fußballkreise fortgesetzt werden.

Text und Bilder: Joachim Spahn

Schauplatz des Regel- und Fitnesstestes ist das Herborner Rehbergstadion. Beginn der Veranstaltung ist um 14 Uhr.

Weitere Informationen: Sebastian Müller, Kreisschiedsrichterlehrwart, Tel. (0170) 2884891, E-Mail: sebastian.mueller1981@gmx.de.