Der Grund: Dem HFV lagen bis zum Meldeschluss zu wenige Zusagen interessierter Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Hessens Fußball-Clubs vor.

Im kommenden Jahr wird der Verband jedoch einen neuen Anlauf nehmen: Der „Vereinsthementag 2015“ soll dann am 5. Dezember (Samstag) steigen.

2014 geht die Auszeichnung an Franziska Becker vom SV „Grün-Rot“ Eibelshausen, der nach Sebastian Dietrich somit zum zweiten Male in Folge den Gewinner der Aktion stellt.

Die diesjährige Auszeichnung der Kreisehrenamtssiegerin und der weiteren Platzierten erfolgt am Freitag (5. Dezember) im SV-Sportheim am Holderbergstadion. Neben Franziska Becker werden Hardy Kessler (SSV Frohnhausen), Uwe Friedrich (BC Sinn), Eva Stein (TSV Eibach), Janine Thieme (SSV Steinbrücken) und Achim Häußer (VfL Fellerdilln) durch den Kreisfußballausschuss und dessen Ehrenamtsbeauftragtem, Martin Seidel (Eisemroth), geehrt.

Auch Landrat und Bürgermeister nehmen teil

Beginn der Feierstunde ist um 18 Uhr. Landrat Wolfgang Schuster und Eschenburgs Bürgermeister Götz Konrad haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

„Ich hoffe, dass wir uns ab sofort wieder auf die wesentlichen Aspekte der Arbeit im KSA konzentrieren können“, kommentierte Kunz die Entscheidung des Kreisschiedsrichterausschusses, die am Samstag bereits vom Vorstand des Hessischen Fußball-Verbands bestätigt wurde.

Vorgehen entspricht den HFV-Regularien

Die Neustrukturierung hatte das Führungsgremium der Dillenburger Unparteiischen nach Paragraph 15, Absatz 2, der HFV-Satzung durchgeführt. Ein Vorgehen, das – so Kunz – somit „ganz den Regularien“ entsprach.

Der bisherige stellvertretende Obmann Florian Kunz nutzte die Neuformierung des Gremiums unter anderem, um seinen Ausschuss-Kollegen öffentlich anerkennende Worte zuzusprechen: „Ich danke Euch, dass Ihr dazu beigetragen habt, das Schiff durch die schwere See bei extrem schlechter Sicht dennoch sicher zu navigieren.“

Beisitzer-Posten bleibt zunächst unbesetzt

Rolf Weichbold war – nach dem freiwilligen Ausscheiden von Markus Schmitt – zur neuen Saison als Beisitzer in den KSA Dillenburg eingerückt und kümmerte sich dort um die Ansetzung von A- und B-Junioren-, Frauen- und Mädchen-Spielen. Die durch das Aufrücken des Simmersbachers auf die Position des stellvertretenden Schiedsrichterobmanns entstandene Lücke im Beisitzer-Bereich bleibt vorerst unbesetzt.

Der neue „Schiri-Chef“ Florian Kunz war 2012 als „Vize-Obmann“ in den Kreisschiedsrichterausschuss gewählt worden und hatte die Geschicke der heimischen Unparteiischen in den letzten Monaten als eine Art „Interimslösung“ gelenkt. Über die neue Aufgabenverteilung innerhalb des KSA Dillenburg soll in der nächsten Vorstandssitzung beraten werden.

So sieht der neue Kreisschiedsrichterausschuss aus

Der neuformierte Kreisschiedsrichterausschuss sieht nach der Neuformierung so aus – Kreisschiedsrichterobmann: Florian Kunz (TuSpo Beilstein). Stellvertretender Kreisschiedsrichterobmann: Rolf Weichbold (TSV Steinbach). Kreis-Lehrwart: Sebastian Müller (SSC Burg). Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit: Joachim Spahn (TSV Eibach). Beisitzer: Jörg Menk (TSSV Schönbach), Dagmar Jung (SSC Burg), Thomas Möller (SG Arborn/Münchhausen).

Unterstützt wird die Arbeit des KSA durch Lukas Nöh (SSV Medenbach) und Anke Gottfried (SSV Donsbach), die dem Erweiterten Lehrstab angehören.

Ausbildung ab 18. Februar im AWO-Mehrgenerationenhaus

Die Schulung der neuen Unparteiischen erfolgt zwischen dem 18. Februar und 1. März im Mehrgenerationenhaus des AWO-Kreisverbands Lahn-Dill in Herborn.

Der Neulingslehrgang der SR-Vereinigung Dillenburg sollte vor allem von den Vereinen genutzt werden, die zu wenige Unparteiische stellen und denen Strafen wegen Nichterfüllung des Schiri-Solls drohen.

Weitere Informationen: Kreis-Lehrwart Sebastian Müller, Tel. (0170) 2884891. Email: sebastian.mueller1981@gmx.de.

Ein Info-Formular zum Neulingslehrgang 2015 steht unter „Downloads“ auf dieser Homepage zum Herunterladen bereit!

In einer Email des Schiri-„Vize-Chefs“ an die Dill-Referees heißt es wörtlich:“Bitte denkt daran, dass es inzwischen (seit Oktober!) wieder notwendig ist, am Spieltag um 11 Uhr die Klassenleiter (KL) anzurufen, um zu fragen, ob das Spiel überhaupt stattfindet. Ausgenommen davon sind nur diejenigen, deren Spiele bereits zuvor per bindender Email durch den KL abgesetzt wurden. Wer zum Spiel fährt, das ausfällt, und vorher nicht angerufen hat, hat KEIN Anrecht auf Erstattung irgendwelcher Kosten.“

Kunz schreibt weiter:

„Es wurde von Seiten der Klassenleiter bemängelt, dass in der nahen Vergangenheit häufiger die Eintragung des Platzordnerobmanns bei der Heimmannschaft fehlte. Auch wenn ich der Meinung bin, dass für diese Eintragung einzig und allein der Heimverein verantwortlich ist, bitte ich darum, dass ihr vor dem Spiel prüft, ob diese Eintragung vorhanden ist. Im Falle einer fehlenden Eintragung lasst ihr euch bitte die Namen der betreffenden Person nennen und tragt ihn anschließend beim Ausfüllen des Berichts ein. Ich danke euch für eure Mithilfe.“

Die Einrichtung des Deutschen Fußball-Bunds hat die Landesverbände aufgerufen, Vorschläge für die Verleihung der „Sepp-Herberger-Urkunde“ einzureichen, mit der besonders gelungene Projekte in den Bereichen Behindertenfußball, Resozialisierung, „Schule und Verein“ sowie „Hilfe für Fußballer in Not“ (Sozialwerk) ausgezeichnet werden sollen. Die Projekte müssen im Jahr 2014 realisiert worden sein.

Preiswürdig wären beispielsweise Initiativen wie

Behindertenfußball: Ein Verein engagiert sich mit einer gemeinsamen Mannschaft für behinderte und nichtbehinderte Menschen. – Ein DFB-Landesverband organisiert eine Liga für Menschen mit Behinderungen.

Resozialisierung: Ein Verein kooperiert mit einer Justizvollzugsanstalt (JVA) oder kümmert sich um die Nachsorge nach der Haftentlassung. – Eine Schiedsrichtervereinigung organisiert eine Ausbildungsmaßnahme in einer JVA.

Schule und Verein: Ein Verein organisiert ein Fußball-Turnier für Grundschulen. – Ein Vereinstrainer übernimmt in einer Grundschule teilweise oder gänzlich den Sportunterricht.

Sonderpreis „Hilfe für Fußballer in Not“ (Sozialwerk):
Ein Verein kümmert sich in besonderer Weise um ein Vereinsmitglied, das einen Unfall hatte. – Ein Vereinsmitarbeiter rettet durch beherztes Eingreifen einem in gesundheitliche Not geratenen Sportler das Leben.

In den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung sowie „Schule und Verein“ werden jeweils drei Vorschläge – neben einer Urkunde – mit Geldpreisen in Höhe von 5.000, 3.000 und 2.000 Euro prämiert. In der Kategorie „Sozialwerk“ wird ein Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro vergeben.

Die Verleihung der „Sepp-Herberger-Urkunde 2015“ wird am 27. März erfolgen. Empfehlungen, die der HFV an die „Herberger-Stiftung“ weitergeben  will, sind bis zum 15. Dezember einzureichen.

Weitere Informationen und Kontakt: Martin Seidel, Email mbseidel@t-online.de, oder Christine Kumpert, Email christine.kumpert@hfv-online.de.

Schauplatz der Jung-Schiri-Sitzung ist das Domizil des SV 1932 Oberscheld.

Beginn der Zusammenkunft im SVO-Sportheim ist um 18.45 Uhr.

Im März 2001 hatte sich der gelernte Bäcker „aus eigenem Antrieb“, wie der stellvertretende Dill-Schiri-Obmann Florian Kunz aufzeigte, „der schwarzen Zunft“ angeschlossen. Lange Jahre pfiff Rolf Weichbold für den SSV Simmersbach, dem er immer noch treu verbunden ist. Heute ist der passionierte Fotograf und Hunde-Liebhaber für den Hessenligisten TSV Steinbach aktiv, der seinen Schiedsrichter-Betreuer René Kring zur Auszeichnung auf dem Simmersbacher Kunstrasenplatz entsandt hatte.

Unterstützt von seiner KSA-Kollegin Dagmar Jung nahm der „Vize-Chef“ der Dillkreis-Schiris die Ehrung Weichbolds vor dem A-Liga-Reserve-Spiel zwischen dem SSV Simmersbach und dem SSV Dillenburg (1:2) vor.

„Mache mit demselben Elan weiter!“

„Bleib so, wie Du bist, und mache mit demselben Elan weiter“, appellierte Kunz an seinen Schiedsrichter-Kollegen, der seit Juli 2014 als Beisitzer dem Führungsgremium der heimischen Referees angehört und im KSA Dillenburg als Ansetzer der A- und B-Junioren- sowie der Frauen- und Mädchenspiele fungiert. Der „Vize-Chef“ der Schiris lobend: „Auch dieses Amt führt Rolf Weichbold mit einem sehr hohen Maß an Zuverlässigkeit, Engagement, Weitsicht und Enthusiasmus aus.“

Der 51-Jährige – ein, wie er von sich selbst sagt, „Schiedsrichter mit Leib und Seele“ – war zunächst aktiver Fußballer des FV Wiesenbach, der Spielvereinigung Eisenhausen, des SSV Frohnhausen und des SSV Simmersbach. 2001 absolvierte Rolf Weichbold dann seine Schiri-Prüfung – und bedauert heute, „so spät“ als Unparteiischer „angefangen zu haben“.

Bis zum Erreichen der Altersgrenze von 50 Jahren pfiff der Referee des TSV Steinbach in der Kreisoberliga. Heute ist der Simmersbacher bis zur A-Liga aktiv. Florian Kunz begeistert: „Rolf Weichbold ist stets bereit, auch kurzfristig Spielleitungen zu übernehmen, wenn andere kurzfristig verhindert sind.“ Ein Engagement, das in Zeiten drohenden Schiri-Mangels im heimischen Raum besonders hervorzuheben sei.

„Danke für viele Stunden ehrenamtliche Arbeit!“

Übereinstimmend dankten Kunz, Dr. Rolf Krämer (SSV Simmersbach) und der Steinbacher Schiri-Betreuer René Kring dem geehrten Unparteiischen „für viele, viele Stunden ehrenamtliche Arbeit“ – und brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass Rolf Weichbold der „schwarzen Zunft“, den Vereinen und dem Fußball insgesamt noch lange erhalten bleiben möge.

Text und Bilder: Joachim Spahn

Reitz hatte vor allem aber auch als Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses (VSA) den Weg ins „Germania“-Domizil gefunden, um im Beisein von rund 70 Referees noch einmal Stellung zum „Fall Rainer Wendland“ zu beziehen.

„Ein Spiel entscheidendes Thema“

Im Zentrum der Ausführungen des Gießener Kreis-Lehrwarts stand jedoch ein mehr als einstündiges Referat über die „große Bedeutung“, die dem Strafstoß bei der Spielleitung eines Unparteiischen zukommen kann. „Das ist – je nach Verlauf der Partie – ein Spiel entscheidendes Thema“, zeigte Martin Reitz auf.

Der Vortragende, der sich im VSA um das Beobachtungswesen kümmert, gab den Dillkreis-Schiedsrichtern eine Vielzahl von Tipps, Tricks, Anweisungen und Hinweise zum taktischen Verhalten beim Verhängen dieser wichtigen Spielstrafe mit auf den Weg. Reitz‘ Erfahrung: „Beim Verhängen und bei der Ausführung eines Strafstoßes zeigen sich der Charakter und die Persönlichkeit eines Schiris.“

Der Referent, der als aktiver Unparteiischer eineinhalb Jahrzehnte lang auf der Verbandsliste gestanden hatte, riet den Zuhörern, sich schon „bei der Spielvorbereitung darauf einzustellen“, wie man „sich beim Verhängen eines Strafstoßes verhalten“ solle.

„Unbedingt Spielnähe demonstrieren“

Um bei Spielern, Zuschauern und Trainern glaubwürdig zu wirken, müsse ein Schiedsrichter vor allem aber auch „Spielnähe demonstrieren“. Reitz eindeutig: „Ein Strafstoß, den der Schiri vom Mittelkreis aus verhängt, wird einem nicht unbedingt sofort abgenommen.“

Der Lehrwart der Schiedsrichtervereinigung Gießen rief den Dillkreis-Referees noch einmal die Voraussetzungen in Erinnerung, die erfüllt sein müssen, um einen Strafstoß als Spielstrafe nach der Regel 12 des DFB-Regelhefts verhängen zu können. Das jeweilige Vergehen müsse von der verteidigenden Mannschaft im Strafraum begangen worden sein, während sich der Ball im Spiel befunden habe.

„Ein Strafstoß muss mit einem ordentlichen, klaren Pfiff signalisiert, hundertprozentig überzeugend und mit einer unmissverständlichen Anzeige bzw. Geste ausgesprochen werden“, schrieb Reitz seinem Publikum ins Stammbuch. Nach der Verhängung dieser Spielstrafe müsse sich der Unparteiische „auf Proteste einstellen“ und „Diskussionen“ mit den Spielern und Vereinsverantwortlichen über seine Entscheidung „vermeiden“.

Freigabe per Pfiff zwingend notwendig!

Mit Nachdruck riet das VSA-Mitglied den Dill-Schiris nach einer Strafstoßentscheidung „nicht abzuschalten“ und auf die formellen Voraussetzungen zu achten, die bei der Ausführung der Spielstrafe zu beachten sind. „Ein Strafstoß muss mit einem Pfiff freigegeben werden. Das ist zwingend vorgeschrieben.“

Abgerundet wurde das Referat des Gießener Kreis-Lehrwarts durch Videosequenzen, mit deren Hilfe das Verhalten der Unparteiischen bei der Strafstoßentscheidung und Strafstoßausführung analysiert wurde.

Die letzte Schiedsrichter-Pflichtsitzung im ausklingenden Kalenderjahr 2014 findet am Freitag (12. Dezember), 18.15 Uhr, wieder im Sportheim des FC Hörbach statt.

Wichtigste Neuerung: Die Jung-Schiedsrichter-Sitzungen finden 2015 nicht mehr im Sportheim und auf der Anlage des SV Oberscheld (unser Archiv-Bild), sondern im Herborner Rehbergstadion statt.

KSA dankt dem SV 1932 Oberscheld

Der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss dankt dem SV 1932 Oberscheld, auf dessen Wunsch die bewährte Kooperation erst einmal endet, für die gute Zusammenarbeit in letzten Jahren.