„Trefft Eure Entscheidungen mit Menschenverstand und beachtet den Sinn und den Geist der Regel“, lautete der eindringliche Ratschlag des Rechtsreferendars an sein Publikum im „Germania“-Domizil.

Wert auf ein gutes Stellungsspiel legen!

„Schiris, die alleine und nicht im Gespann pfeifen, haben es bei der Beurteilung vieler Situationen extrem schwer“, so die Erfahrung Ides, der einst bis zur Regionalliga aktiv war. Unparteiische, die die Abseitsregel richtig anwenden wollten, müssten Wert „auf ein gutes Stellungsspiel“ legen – und sich darum bemühen, bei der Bewertung der Geschehnisse „so viel Seiteneinsicht wie möglich zu bekommen“. Ide: „Die Abseitsregel ist für den Schiedsrichter mit die größte Herausforderung im Spiel.“

Der für die SG Ohetal aktive und am Landgericht Marburg beruflich wirkende Referent lockerte seine Ausführungen mit zahlreichen Videosequenzen auf.

Rundum gelungenes Referat

Langanhaltender Beifall belohnte das Mitglied des Verbandslehrstabs für sein rundum gelungenes Referat, das die erhoffte Wirkung bei den Schiedsrichtern aus dem Landstrich an der Dill nicht verfehlte – und für das sich Kreis-Schiri-Obmann Florian Kunz bei dem 30-Jährigen mit einem kleinen Präsent bedankte.

Gern gesehene Gäste sind die aktiven und passiven Unparteiischen aus dem Landstrich an der Dill, deren Familienmitglieder sowie Freunde und Förderer der Dillkreis-Referees.

Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro; das Grillfest beginnt um 12 Uhr. Vor und nach dem geselligen Teil haben die Dill-Schiedsrichter die Möglichkeit, die diesjährige Kreisleistungsprüfung zu absolvieren. Auf Mädchen und Jungen wartet ein Unterhaltungsprogramm; für Anhänger muslimischen Glaubens wird eine separate Grillstation eingerichtet.

Anmeldungen nimmt Jörg Menk, Alter Bahnhofsweg 10a, 35745 Herborn-Schönbach, bis zum 25. Mai entgegen.

Jubilar ist bis zur B-Liga aktiv

Kreis-Schiri-Obmann Florian Kunz (TuSpo Beilstein) und sein Stellvertreter Rolf Weichbold (TSV Steinbach) nutzten die Pflichtsitzung am Freitagabend in Hörbach, um dem 43-jährigen Unparteiischen die „Goldene Ehrennadel“ zu überreichen. Murat Kaya, der Spiele bis zur B-Liga leitet, erhielt ferner eine Urkunde.

Die Auszeichnung des für den SSV Guntersdorfer aktiven „Schwarzkittels“ hatte ursprünglich im Rahmen der Jahreshauptversammlung der SR-Vgg. Dillenburg vor wenigen Wochen vorgenommen werden sollen und wurde jetzt im Beisein von rund 70 Spielleitern im „Germania“-Domizil nachgeholt.

Schauplatz der Zusammenkunft ist das Sportheim auf dem Herborner Rehberg.

„Vize-Lehrwart“ Möller referiert

Im Mittelpunkt des Treffens steht ein Referat des stellvertretenden Kreis-Schiedsrichter-Lehrwarts Thomas Möller (Bild); der Gruppenliga-Schiri spricht zum Thema „Von der Spielansetzung bis zum Heimweg“.

Nach dem theoretischen Teil soll gemeinsam Sport getrieben und Fußball gespielt werden. Passende Kleidung ist mitzubringen; es gibt vor Ort eine Duschmöglichkeit.

Beginn der Veranstaltung ist um 18.45 Uhr.

Für Jung-Schiris eine Pflichtsitzung

Für die Jung-Schiedsrichter handelt es sich um eine Pflichtsitzung. Unentschuldigtes Fehlen wird laut Satzung bestraft.

„Erfreulich hervorzuheben sind die Leistungen der jüngeren Teilnehmer“, kommentierte Sebastian Müller, Lehrwart im Schiedsrichterausschuss, das Abschneiden der Referees beim Form- und Fitnesstest.

Lehrwart Müller: Leistungen der Älteren waren ausbaufähig

Ausbaufähig seien dagegen die Leistungen manch älterer Spielleiter gewesen.

Nach dem Form- und Fitnesstest im Eibelshäuser Holderbergstadion haben die Dill-Schiris am 6. Juni (Samstag) eine weitere Gelegenheit, an der Leistungsprüfung teilzunehmen.

Schauplatz ist dann das Sportgelände auf der Donsbacher „Hasel“.

Fotos: Rolf Weichbold

Hessenliga-Schiri Timo Ide aus Frielendorf (Kreis Schwalm-Eder) hat sein Kommen zugesagt und wird mit einem Regelreferat zum Thema „Abseits“ zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Ide war in der Vergangenheit bis zur Regionalliga aktiv gewesen.

Ausgabe der Ausweise an die Neulinge

Ferner erhalten die Absolventen des 2015er-Neulingslehrgangs im Zuge der Zusammenkunft ihre Schiedsrichterausweise.

Die heimischen Unparteiischen tagen ab 18.15 Uhr im Domizil des FC „Germania“ Hörbach. Unentschuldigtes Fehlen wird laut Satzung bestraft.

Hessenweit sorgen über 6700 Unparteiische auf den Fußballplätzen „für Recht und Ordnung“. Die Zahl der aktiven Spielleiterinnen und Spielleiter ist jedoch leicht rückläufig.

Diesem Trend will der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) mit einem Aktionstag begegnen, der im Umfeld der Hessenliga-Partie am 18. April im Haigerer Stadtteil über die Bühne geht.

Info-Stand und Ehrungen verdienter Unparteiischer

Neben einem Info-Stand ist die Auszeichnung mehrerer Unparteiischer vorgesehen, die sich in letzten Monaten und Jahren besondere Verdienste um die „schwarze Zunft“ erworben haben.

Zum 1. Juli 2014 gehörten der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg 143 aktive „Schwarzkittel“ an – 138 Männer und fünf Frauen. Durch den jüngsten Neulingslehrgang im AWO-Mehrgenerationenhaus Herborn sind noch einmal 14 neue Schiris hinzugekommen.

Mit der Aktion in Steinbach beteiligt sich der KSA zugleich am „Jahr des Schiedsrichters“, das der Landesverband für 2015 ausgerufen hat.

KSO Kunz: „Ohne Euch wäre der Amateurfußball nichts!“

Zudem ist die Veranstaltung ein willkommener Anlass, um deutlich zu machen, dass ohne die Verfügbarkeit, Flexibilität und die Freude der Spielleiter an ihrem nicht immer leichten Hobby auf den Fußballplätzen an der Dill kein Ball organisiert rollen würde. Die Botschaft von Kreis-Schiri-Obmann Florian Kunz an die heimischen Unparteiischen: „Ohne Euch wäre der Amateurfußball nichts!“

Der Schiedsrichter-Aktionstag am 18. April auf der TSV-Anlage („Sibre-Sportpark“) beginnt um 15 Uhr. Anpfiff der Hessenliga-Partie ist um 16 Uhr.

„Fair Play ist die größte Tugend unseres geliebten Fußballsports“, sagt Fußballwart Martin Seidel aus Überzeugung. Leider sei das in den vergangenen Jahren „auch auf unseren Sportplätzen immer mehr in Vergessenheit geraten“.

„Entwicklung aufhalten und ins Positive umkehren!“

Mit dem Bekenntnis zu den Zielen der Aktion „Nein! zu Diskriminierung und Gewalt“ wolle man „diese Entwicklung aufhalten und ins Positive umkehren“.

Im Zuge der „Kick-off“-Veranstaltung am 20. April in Merkenbach wird der Hessische Fußball-Verband seine Angebote und Unterstützungsleistungen für die Vereine präsentieren. Geplant ist zudem eine Diskussionsrunde mit Fair-Play-Botschaftern und Vereinsvertretern aus dem Fußballkreis Dillenburg.

Beginn der Zusammenkunft ist um 18.30 Uhr; das Ende ist für 20 Uhr vorgesehen.

Pflichtveranstaltung für die Dillkreis-Vereine

Für die Fußballvereine handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung. 

Vor 55 Jahren fing alles an

Mit Fußball fing vor 55 Jahren für Helmut Metz alles an. Damals durfte er die Mitgliedsbeiträge beim SSV Donsbach kassieren, eine aufwendige Aufgabe – es wurde bar an der Haustür kassiert. Viele Jahre und jede Menge ehrenamtliches Engagement später hat die Bundesrepublik dem Donsbacher nun „Danke“ gesagt: Mit dem Verdienstkreuz am Bande, das ihm im neuen Dorfgemeinschaftshaus verliehen wurde.

„Sie sind Vorbild für die Menschen in ganz Mittelhessen“, fasste Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (CDU) in seiner Laudatio das zusammen, was er vorher detailliert dargelegt hatte: Die vielen ungezählten Stunden für Posten und Ämter, die Metz in seiner Freizeit ausfüllte.

Seit 2003 stellvertretender Kreisfußballwart

Die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten in Sport und Politik ist lang. 1966 wurde Metz in den Vorstand des SSV gewählt. In den 70-er Jahren leitete er die Jugendabteilung des Fußballvereins. Später wurde er Geschäftsführer und Vorsitzender. Bis zum Jahr 2000 leitete der Funktionär den Verein. Darüber hinaus nahm er verschiedene Funktionen im Fußballkreis Dillenburg wahr: Von 1986 bis 2000 war er Kreisrechtswart, danach drei Jahre Kreispressewart. Seit 2003 ist der Donsbacher stellvertretender Kreisfußballwart.

Kommunalpolitisch engagierte sich der Ausgezeichnete zunächst 1976 als Gemeindevertreter für die SPD in der damals noch eigenständigen Gemeinde Donsbach. 1985 bis 1997 war Metz im Ortsbeirat, davon acht Jahre als Ortsvorsteher. In den Jahren 2002 bis 2006 entschied er in der Dillenburger Stadtverordnetenversammlung mit. Seit 2001 hat der Sozialdemokrat Sitz und Stimme im Kreistag.

Helmut Metz ist darüber hinaus Mitbegründer des „Arbeitskreises Alte Schmiede“ in Donsbach, Mitglied im Feuerwehrverein sowie im Heimat- und Verschönerungsverein. „All das sind ungezählte Stunden ehrenamtlichen Engagements. Das ist unbezahlbar“, sagte Witteck.

Landrat Schuster: „Lieber Helmut, wir sind stolz auf Dich!“

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) sagte auf seine Art Danke: „Lieber Helmut, wir sind stolz auf Dich.“

Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz nannte Metz ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, sich einzusetzen. Und Karl Heinrich „Henner“ Auffahrt, DFB-Beauftragter, sprach von einer „Ikone des Fußballs im Dillkreis und einem Leuchtturm in der Politik in Dillenburg“.

Der Geehrte selber machte nicht viele Worte, bedankte sich und vergaß nicht, dass er „immer gute Mitspieler hatte, die geholfen haben, dass alles so geklappt hat“.

Text und Bilder: Katrin Weber

Es war eine besondere Feierstunde, zu der, neben Vertretern der Gemeinde, vor allem Freunde und Verwandte des zu Ehrenden kamen. Schwedes, mit einem besonderen Charme und trockenen Humor beschenkt, sorgte dafür, dass die Feierstunde eine lockere und fröhliche Veranstaltung wurde.

„Mister Steinbrücken“ und „Bürgermeister vom Heckelchen“

Während der Laudatio und der Ehrung wurden dem Steinbrückener besondere Titel zugesprochen. „Mister Steinbrücken“ sei er, hieß es da. Aber auch das Prädikat des „heimlichen Bürgermeisters“ oder „Bürgermeister vom Heckelchen“ wurde ihm zuteil.

Der ehemalige Metzger und Koch erhielt die Ehrung für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement. „Kein Sonntag ohne Schwedes-Tor“ titelte zu seinen aktiven Zeiten beim Spiel- und Sportverein Rot-Weiss Steinbrücken die Lokalzeitung. Hier war er vor 60 Jahren Gründungsmitglied. Ab 1961 verpflichtete er sich als Betreuer für die C-Jugend und wurde bereits im folgenden Jahr stellvertretender Jugendleiter und in 1964 Jugendleiter. „Damals begann er auch seine Schiedsrichtertätigkeit, die er bis heute ausübt“, sagte Aurand. Es gibt nur wenige Kinder und Jugendliche im Verein, die nicht von ihm betreut wurden, denn die Betreuung der Jugendmannschaften führt Schwedes ebenfalls seit 1961 bis heute aus.

Dreimal war er Vorsitzender des Vereins (1972 bis 1975, 1980 bis 1983 und 2002 bis 2004). Anschließend engagierte er sich im Vorstand bis zum Jahre 2007 für die Jugendarbeit. Und manchmal verband Schwedes seine sportlichen Ambitionen mit seiner Leidenschaft als Koch. Beim 50. Vereinsjubiläum etwa habe der zu Ehrende bezüglich der Essenszubereitung nur gesagt: „Lasst mich das alleine machen“, schilderte Aurand.

Ein „Kümmerer“, der für jeden ein offenes Ohr hat

Klaus Schwedes ist Mitglied des Männergesangvereins Steinbrücken und nimmt dort seit 1966 verschiedene Funktionen im Vorstand wahr. So war er von 1974 bis 1988 Vorsitzender und ist seit 2012 zweiter Vorsitzender. Darüber hinaus war er kommunalpolitisch engagiert. Er saß in den Jahren 1972 und 1973 und erneut von 1981 bis 2011 im Gemeindeparlament und erwarb sich in dieser Funktion das Vertrauen der Steinbrückener Bürger, war hier als „Kümmerer“ bekannt, der für jeden ein offenes Ohr hat. Bereits 1990 wurde er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Im Jahr 2005 erhielt er den Ehrenring der Gemeinde Dietzhölztal.

Das Dorfgemeinschaftshaus war voll besetzt. Da staunte auch der Landrat: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Hier feiert ein ganzes Dorf die Auszeichnung mit.“

Jördis Tielsch, erfolgreiche Sängerin und Geigerin aus Sinn mit Steinbrückener Wurzeln, steuerte gemeinsam mit ihrem Gitarristen Peter Schneider einige schöne Lieder zur Ehrung bei. Schwedes freute sich sehr über die Lieder „seiner Lieblingssängerin“. Auch der gemischte Chor des „Liederkranz“ Steinbrücken und die Männerchorgemeinschaft Steinbrücken-Wissenbach gratulierten musikalisch.

Schwedes bedankte sich vor allem bei einer Person, die sein ehrenamtliches Engagement ermöglichte: bei seiner Ehefrau Klara.

Text und Bilder: Ute Jung