Das Patenmodell 2011 der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg
Im direkten Anschluss an den Neulingslehrgang 2006 hatte die Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg das Patenmodell erstmals ins Leben gerufen. Jetzt geht die Aktion, durch die der Dillenburger Kreisschiedsrichterausschuss einen längeren Verbleib der ?Anfänger? in den Reihen der Unparteiischen erreichen und die ?Einsteiger? dauerhaft für das nicht immer leichte Hobby des Fußball-Schiris gewinnen will, bereits in die vierte Runde.
Wie sehen die Inhalte des Schiedsrichter-Patenmodells aus?
Das Patenmodell, bei dem einem Neuling für die Dauer von 12 Monaten ein erfahrener Unparteiischer zur Seite gestellt wird, sieht die Betreuung der frisch gebackenen Schiedsrichter während der ersten Spielleitungen, einen regelmäßigen Gedankenaustausch zwischen dem erfahrenen Paten und seinem Schützling, einen einmaligen/mehrfachen Gedankenaustausch zwischen allen am Patenmodell Beteiligten in großer Runde und eine Ergänzung zur traditionellen Nachschulung im Herbst des Jahres vor, in dem der Neulingslehrgang absolviert wurde.
Was sind die Ziele des Schiedsrichter-Patenmodells?
Ziel des Patenmodells ist es vor allem, die hohe Zahl der Anfänger zu senken, die in den ersten eineinhalb Jahren nach dem Bestehen des Neulingslehrgangs die Pfeife aus Frust, Ärger, fehlender Motivation oder wegen des Fehlens persönlicher Ansprechpartner/Ratgeber wieder aus der Hand legen ? und der Schiedsrichter-Zunft so trotz intensiver und aufwendiger Ausbildung frühzeitig verloren gehen. Das führt zu einer hohen Fluktuation im Bereich der jüngeren Schiedsrichter, zum Verlust möglicher förderungswürdiger Talente, zu einer ?Alterslücke? im Bereich der 25- bis 40-jährigen Unparteiischen und schließlich zu einer Überalterung der Schiedsrichter-Vereinigungen. Vor allem viele 14- bis 17-Jährige hören frühzeitig auf. Gerade bei den jüngsten Neulingslehrgängen der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg waren vor allem Schiri-Neulinge dieser Altersstufe vertreten. Ziel des Patenmodells ist es also vor allem, dem Neuling in den ersten 18 Monaten seiner Schiedsrichter-Tätigkeit zur Seite zu stehen. Denn die Erfahrung zeigt: Wer länger als zwei Jahre Schiedsrichter bleibt, bleibt meist über Jahrzehnte Schiedsrichter!
Was können die Vereine zum Erhalt der Jung-Schiedsrichter beitragen?
Die Aktivitäten der SR-Vereinigungen zum Erhalt der Jung-Schiedsrichter sind eng mit den Aufgaben der Vereinsschiedsrichterbeauftragten (SBV) verbunden. Die Schiedsrichterbeauftragten sind Bindeglied zwischen der SR-Vereinigung vor Ort und dem jeweiligen Heimatverein. Der SBV ist zudem ?Mittler? zwischen seinem Heimatverein und den Schiedsrichtern seines Vereins. Ein SBV kann klärend und beruhigend einwirken, wenn Störenfriede den Spielablauf und den jungen Unparteiischen beeinflussen wollen. Der Vereinsschiedsrichterbeauftragte vermittelt den jungen Anfängern durch eine engagierte Betreuung ein Gefühl der Akzeptanz; unter anderem greift ein ?SBV? dem jungen Unparteiischen unter die Arme, wenn es darum geht, sich eine zeitgemäßige SR-Kluft und SR-Ausrüstung zuzulegen. Die Beauftragten der Vereine sind durch den Besuch der Lehrabende über die aktuelle Regelkunde informiert. Ein Vereinsschiedsrichterbeauftragter ist darüber informiert, wer für seinen Heimatverein pfeift, ob die Unparteiischen regelmäßig die Pflichtsitzungen besuchen und ob sie so oft im Einsatz sind, dass sie das vom Hessischen Fußball-Verband geforderte Soll erreichen können.
Kontakt und weitere Informationen:
Kreisschiedsrichterausschuss Dillenburg
Joachim Spahn
Johannisbergstraße 69
35745 Herborn
E-Mail
JojoSpahn@aol.com
Handy
(0162) 5227525
