Geschichte

So ging es vor vierzig Jahren bei den Schiedsrichterversammlungen zu

Von Helmut Metz
Wenn man heute die Schiedsrichter-Pflichtversammlungen besucht, können sich nur noch die älteren Kameraden daran erinnern, wie es vor rund 40 Jahren bei einer solchen Versammlung zuging. Versammlungslokal war zu dieser Zeit für viele Jahre der Saal des Gasthauses „Westfälischer Hof“ in der Oberen Hauptstraße in Dillenburg. Als Wirtsleute fungierten die Mitglieder der Familie Collinet, die dieses Gasthaus betrieb.

Alle vier Wochen traf man sich an einem Freitagabend, um ? genau wie heute ? über Regelfragen und vieles mehr zu diskutieren. Zu dieser Zeit reisten viele Schiedsrichter noch mit dem Moped oder mit dem Motorrad an. Autos waren sehr viel seltener, als es heute der Fall der ist. Dicht gedrängt saß man in dem etwas zu kleinen Saal beieinander. In der Mitte des Saales versperrte ein großer Billard-Tisch viel Platz. Im Saal wurde stark geraucht, so dass man von hinten Mühe hatte, den Vorstandstisch im vorderen Teil des Raumes zu erkennen.

Der Referent hatte noch keine technischen Hilfsmittel zur Verfügung ? und so kam es auf seine rhetorischen Fähigkeiten an, ob er die Kameraden zur Aufmerksamkeit bewegen konnte. Wenn es mit dem Rauchen zu stark wurde, kam eine Anfrage zur Geschäftsordnung: Einer beantragte, das Rauchen einzustellen. Dann wurde darüber abgestimmt. Meistens waren aber nur wenige dafür ? und dieser Antrag wurde mit Zwei-Drittel-Mehrheit abgelehnt.
Die erfahrenen Referenten ? meist war es der Kreis- oder der Bezirks-Lehrwart ? brachten bei den Themen ihre eigenen Erfahrungen aus vielen Spielleitungen mit in ihr jeweiliges Thema ein. Es war immer sehr spannend, wenn ein „alter Hase“ seine mehr oder weniger lustigen Begebenheiten von den Spielen in früheren Jahren zum Besten gab.

Auch zu dieser Zeit wanderte „der Ball als Sparbüchse“ wie heute durch die Reihen ? eine Tradition, die sicher schon viele Jahre bei der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg üblich ist. Auch der Beitrag für die Schiedsrichter-Kameradschaftskasse wurde in Bar erhoben. Auch damals schon musste mancher Kamerad mehrmals an seinen „freiwilligen Beitrag“ für die Kasse erinnert werden.

Man sieht: Vieles hat sich seit dieser Zeit verändert, aber manches ist heute noch genauso aktuell wie vor 40 Jahren.

Oswald Hees berichtet: „Wie man früher Schiedsrichter-Betreuer wurde“

Von Helmut Metz
Mein Haigerer Fußball-Freund Oswald Hees (Bild) berichtete mir, wie er zu seinem Job als Schiedsrichter-Betreuer kam, den er viele Jahre ausübte:
„Vor fast 50 Jahren war ich als fußballbegeisterter junger Mann bei der Stadtkasse in Dillenburg beschäftigt. Dort lernte ich den damals bekannten Dillenburger Schiedsrichter Ernst Zufall kennen. Da er erfahren hatte, dass ich in Fellerdilln wohnte, fragte er mich eines Tages, ob ich am Sonntag auch auf dem Sportplatz in Fellerdilln sei, da er dort als Schiedsrichter angesetzt sei. Natürlich war ich zu der damaligen Zeit bei den Heimspielen meines Heimatvereins zugegen, und so fragte Ernst Zufall mich, da er mit dem Zug von Dillenburg anreiste, ob er sich bei uns zu Hause umziehen könnte. Dies wurde so vereinbart, und Schiedsrichter Zufall erschien pünktlich zur vereinbarten Zeit in meinem Elternhaus und zog sich um. Dann gingen wir beide gemeinsam zum Fellerdillner Sportplatz. Nach dem Spiel begleitete ich den Schiedsrichter wieder zu mir nach Hause, und meine Mutter bot unserem Gast ? den damaligen Umständen entsprechend ? ein Waschbecken mit heißem Wasser zum Waschen an, da es sehr kalt war. Anschließend trank Ernst Zufall noch Kaffee und nahm auch gerne den von meiner Mutter angebotenen Kuchen an, bevor er sich verabschiedete und mit dem Zug wieder nach Hause fuhr. Als einige Wochen später Heinrich Habicht, sein Dillenburger Schiedsrichter-Kollege, zum Spiel nach Fellerdilln musste, ließ er über Ernst Zufall anfragen, ob auch er sich bei uns umziehen könnte ? und so kam auch er in den Genuss der Gastfreundschaft meiner Mutter. Dies sprach sich wohl mit der Zeit unter den Dillenburger Schiedsrichtern herum, so dass immer mehr heimische Schiedsrichter nicht das Vereinslokal in Anspruch nahmen, sondern bei uns einkehrten. Und so war ich, ohne dass es mein Verein oder ich selbst wusste, zum Schiedsrichterbetreuer geworden. Ich habe es noch viele Jahre weiter ausgeübt und viele Schiedsrichter-Kameraden dabei kennen und schätzen gelernt.“

Alfred Fehling: Vom torgefährlichen Rechtsaußen zum Schiedsrichter

Von Helmut Metz
Alfred Fehling, der am 13. Juni 2005 seinen 80. Geburtstag feiern kann, ist seit 1950 Mitglied der Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg ? und damit das Ehrenmitglied, das am längsten dem Zusammenschluss der Dillkreis-Schiris angehört.

Der ehemalige Generalvertreter einer Versicherungsgesellschaft erinnert sich noch genau, wie er als 25-jähriger Stürmer seines Heimatvereins SSV Donsbach 1950 den Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang in Haiger ? im damaligen Eintracht-Vereinslokal „Zum Obertor“ ? besuchte. Einmal in der Woche, über einen Zeitraum von acht Wochen, musste er mit dem Fahrrad nach Haiger, um den vom damaligen Kreis-Lehrwart Hermann Schaffner (Haiger) geleiteten Lehrgang zu absolvieren. Fehling und etwa zehn weitere Sportkameraden aus den umliegenden Vereinen wurden mit den Fußballregeln vertraut gemacht. Zum Abschluss galt es, die Schiedsrichter-Prüfung vor dem Prüfungsausschuss, der aus dem damaligen KSO Berthold Hoffmann (Niederscheld) und Kreisfußballwart Heinrich Bastian (Frohnhausen) bestand, abzulegen. Nach bestandener Prüfung musste Alfred Fehling noch als so genannter „Schiedsrichter-Anwärter“ eine halbjährige Probezeit durchlaufen, um dann als vollwertiger Fußball-Schiedsrichter zu gelten.

In den ersten Jahren spielte Alfred Fehling noch als torgefährlicher Rechtsaußen erfolgreich beim SSV Donsbach in der A-Liga und kam nur vereinzelt als Schiedsrichter zum Einsatz. Nach dem Ende seiner Spieler-Karriere ? etwa vom Jahr 1955 an ? widmete sich Alfred Fehling mehr der „Pfeiferei“ und kam bis zum Ende seiner aktiven Schiedsrichter-Zeit im Jahr 1983 auf über 500 Spielleitungen in den B- und A-Ligen.

Zur Erinnerung an unseren verstorbenen Schiedsrichter-Kameraden Ali Plescher

Von Helmut Metz
Heute können sich nur noch wenige an die aktive Schiedsrichterzeit von Ali Plescher erinnern. Über „Alis“ Verdienste während seiner über 30-jährigen Amtszeit als Kreisfußballwart wurde ausführlich an verschiedenen Stellen berichtet. Diese Zeilen wollen wir dem „Schiedsrichterkameraden“ Alois Plescher widmen.

Anfang der fünfziger Jahre legte Alois Plescher seine Prüfung ab und erwarb sich bereits nach wenigen Jahren einen guten Ruf auf den heimischen Sportplätzen.
Der Aufstieg für Schiedsrichter in höhere „Gefilde“ war schon immer ein mühsamer Weg, doch „Ali“ schaffte es mit Ausdauer bis zur 1. Amateurliga. Bereits im Alter von 25 Jahren wurde er 1958 zum Kreislehrwart gewählt, schon zwei Jahre später übernahm „Ali“ von Hermann Schaffner das Amt des Kreisschiedsrichterobmanns.

Nach vierjähriger KSO-Tätigkeit trat er 1964 von diesem Amt zurück und hängte im Alter von 32 Jahren die Pfeife an den berühmten „Nagel“.
Nach einer einjährigen schöpferischen Pause übernahm Alois Plescher 1966 die Klassenleitung der B-Liga Süd.

Der Schiedsrichtervereinigung Dillenburg und der „Schiedsrichter-Sache“ blieb er bis zu seinem plötzlichen Tod als passives Mitglied treu verbunden.

Hermann Schaffner – ein SR der ersten Stunde Erinnerungen an ein Haigerer „Urgestein“

Von Helmut Metz
Wie Hermann Schaffner zu seinem Spitznamen „Sheriff“ kam, weiß ich inzwischen mit Hilfe einiger Haigerer Sportfreunde auch ? das hatte aber mit seiner sportlichen Laufbahn weniger zu tun. Als Meister bei der Fa. Gustav Stiehl soll er sich diesen bei seinen Untergebenen eingehandelt haben. Aber der Name war ein Begriff unter den Fußballern; und wenn der „Sheriff“ mit seinem Koffer als Schiri auftauchte, wusste jeder Fußballer, was die Stunde geschlagen hatte.
Seit den Anfangsjahren seiner Zeit bei Eintracht Haiger spielte Hermann Schaffner (Jahrgang 1903) bei den Rot-Weißen selbst aktiv Fußball. Nach dem Ende seiner Fußballer-Laufbahn wurde er dann als Funktionär und Schiedsrichter aktiv und war bald auf den heimischen Plätzen ein gern gesehener, aber strenger Pfeifenmann.

Bei den ersten Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg (1946) wurde Schaffner bereits zum Kreisspruchkammer-Vorsitzenden (heute Kreisrechtswart) gewählt. Dieses Amt bekleidete er aber nur ein Jahr. Zum stellvertretenden Kreisschiedsrichter-Obmann avancierte er dann 1953. Diesen Posten bekleidete der „Sheriff“ bis 1962, wobei er 1958 ein Jahr lang auch als KSO fungierte.
Neben seiner Tätigkeit als Schiedsrichter und im KSA war Hermann Schaffner seit 1956 auch Vorsitzender des SV Eintracht Haiger. Gerade in seiner Zeit als Vereinsvorsitzender verzeichnete die Eintracht einen großen Aufschwung; damals nahm auch der Ausbau der Sportanlage auf dem Haarwasen seinen Anfang. 1967 ernannte ihn die „Eintracht“ zum Ehrenvorsitzenden.

Die Kreisschiedsrichter-Vereinigung machte Hermann Schaffner zu ihrem Ehrenmitglied. Er blieb dem heimischen Schiedsrichterwesen Zeit seines Lebens bis zu seinem Tode am 6.9.1981 sehr verbunden. Sicher erfreut hat ihn die Tatsache, dass sein Sohn Hans-Wilhelm ebenfalls einige Jahre als Schiedsrichter tätig war und sogar von 1966 bis 1968 als Kreislehrwart fungierte.

Erfolgreiches Team schlug Wetzlar

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Bild: Archiv/Helmut Metz

Die Fußball-Mannschaft der Dill-Schiedsrichter vor über 50 Jahren

Von Helmut Metz
Am 1. Juli 1950 feierte die Schiedsrichter-Vereinigung Dillenburg ihr 30-jähriges Vereinsjubiläum in ihrem damaligen Vereinslokal „Hotel Thier“ in der Dillenburger Hauptstraße (heute Volksbank).
Am Nachmittag vor dem Festkommers traf man sich mit den Wetzlarer Schiri-Kollegen zu einem Freundschaftsspiel auf dem Dillenburger Sportplatz. Dass man auch damals schon eine gute Mannschaft beisammen hatte, zeigt der 7:1-Sieg über die Wetzlarer Kameraden.
Nach dem Spiel stellte sich die siegreiche Elf mit dem damaligen Kreisschiedsrichterausschuss dem Fotografen.
Fußball-Mannschaft der Dill-Schiedsrichter vor über 50 Jahren

Hinten, von links: Kreisschiedsrichterobmann Heinrich Bastian (Frohnhausen), Schiedsrichter-Ansetzer Ernst Zufall (Dillenburg), Kreislehrwart Hermann Schaffner (Haiger), Karl Müller (Nanzenbach), Dr. Fritz Graf (Dillenburg),Walter Martin (Fleisbach), Hans Münch (Herborn), Heinz-Ludwig Seißler (Herborn), unbekannt, Ernst Heuser, Willi Debus (Rittershausen), stellvertretender Kreisschiedsrichterobmann Berthold Hoffmann (Niederscheld), Bezirksschiedsrichterobmann Hugo Böhm (Wetzlar). Vorn, von links: Richard Schwarz (Dillenburg), Erhard Metzler (Merkenbach), Heinrich Habicht (Dillenburg).

Von den Anfängen des Schiedsrichterwesens: Wie es damals war…

Von Helmut Metz
In einem kritischen Grußwort zum 25-jährigen Bestehen des Westdeutschen Spiel-Verbandes im Jahre 1924 schreibt der spätere, langjährige DFB-Präsident Dr. Peco Bauwens (Köln) über das damalige Schiedsrichterwesen:

Unsere Fußballbewegung war im Anfangsstadium, ohne geeignete Schiedsrichter, lediglich ein Laufen und ein Ball treten von vor Lust am Spiel übermütigen Jungens, für die es kein Gesetz und keinen Richter gab. Durch die Herausgabe von Spielregeln durch den Deutschen Fußball-Bund, die eine genaue Übersetzung der englischen Regeln waren, kam Bewegung in die Sache. Zur Entwicklung des Fußballs sei gesagt, dass die Meisterschaftsspiele am Anfang ihres Bestehens noch das Bild freundnachbarlichen Verkehrs hatten, so änderte sich dieser Charakter ab 1902/03 und sie wurden immer mehr zu ausgesprochenen Kampfspielen, die mit stets größer werdender Schärfe und Erbitterung ausgetragen wurden und eine Rivalität zwischen den Vereinen hochkommen ließ, die trotz aller Milderungsversuche bis heute besteht.

Zuerst waren es meist aktive Spieler, die zu den ersten Schiedsrichtern des Verbandes zählten. Die Entwicklung des Schiedsrichters aus dem aktiven Spielermaterial bewährte sich glänzend, der Spielleiter wurde geschaffen aus der Praxis und füllte etwaige Lücken aus der Theorie aus. Heute ist es leider meist umgekehrt, er saugt sich voll von Theorie, und es bleibt dann kaum noch Raum für die Praxis. Die damaligen Schiedsrichter standen mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit und fanden im In- und Ausland bei bedeutenden Länderspielen hohe Anerkennung. Damals gab es keine an den Haaren herbeigezogenen Fälle, die von den Schiedsrichtern – wie dies oft heute geschieht – stundenlang erörtert wurden. Praxis herrschte damals vor und bildete aus. 1911 gründete der Westdeutsche Spielverband (zu dem auch damals unser Bezirk Gießen/Marburg gehörte, Anm. d. Red.) als erster Verband im DFB eine eigene Schiedsrichter-Organisation – „den Schiedsrichter-Verein“, eine Standesorganisation, die sich ihre Mitglieder selbst aussucht, mehr nicht.

Wie sieht es heute aus? Den meisten Schiedsrichtern geht das natürliche Verständnis für das Spiel ab, sie schalten und walten nach der ihnen von der Organisation eingetrichterten Regel. Theorie ist dabei alles. In unseren Schiedsrichterorganisationen sind an der Spitze zumeist junge, unerfahrene Leute, die hauptsächlich darüber wachen, dass nur kein Satzungsverstoß vorkommt. Fazit: Warnung vor Überorganisation des Schiedsrichterwesens. In der Organisation vor allem Wert auf die praktische Ausbildung der Schiedsrichter legen. Die Tagungen interessant gestalten, so dass die Kameraden gerne und nicht nur durch Zwang zu den Sitzungen kommen.

Versuchen ehemalige Spieler für den Schiedsrichterstand zu gewinnen.
Auch das körperliche Training nicht vergessen. Die Anstrengungen körperlicher und geistiger Art sind bei einer gewissenhaften Spielleitung größer als das Spielen selbst. Zum Alter bei Schiedsrichtern: Lebt man für sein Amt, so hindert das Alter nicht bei der Ausübung. Der Senior der englischen Schiedsrichter, Lewis, ist bereits über 60. Und Watson, der das diesjährige englische Pokalfinale leitete, ist 41 Jahre.

Dr. Peco Bauwens, seit 1925 Mitglied der Spielregelkommission und des International Board, war DFB-Präsident von 1949 bis 1962. Er war einer der ersten international tätigen deutschen Schiedsrichter.

Ein Schiedsrichter-Idol seiner Zeit: Erinnerungen an den „Eibacher Max“

 

Max E. Hild
Max E. Hild

Von Helmut Metz
Eibacher MaxVor knapp zehn Jahren verstarb Max E. Hild vom TSV Eibach, an den wir an dieser Stelle einmal erinnern wollen. Er wäre heute über 80 Jahre alt.

In den fünfziger und sechziger Jahren war Max Hild vom TSV Eibach ein bekannter heimischer Schiedsrichter. Wir nannten ihn den „Eibacher Max“. Seinen Nachnamen habe ich erst viele Jahre später erfahren.

Max war nicht einer der „Großen“ der damaligen Schiedsrichter-Vereinigung ? wie zum Beispiel Heinz Hofmann (Sechshelden) oder Rudi Nickel (Dillenburg), um nur einige Spielleiter zu nennen, die damals schon bis in die höchste hessische Amateurklasse eingesetzt wurden.

Der „Eibacher Max“ war auf seine Art ein „Star-Schiri“ in den Kreisklassen.
Ich erinnere mich an eine Begegnung, als wir Jungs uns bei einem Fußballspiel in die Äste einer alten Kiefer hinter unserem Sportplatz gesetzt hatten und wir während des Spiels den Schiedsrichter aus luftiger Höhe mit Worten wie „Schieber Max“ und „Schiri ans Telefon“ provozieren wollten.

Während das Spiel lief, schickte Max uns ein grimmiges „Aich komme auch gleich du noff!“ zu, was uns sofort verstummen ließ ? und allgemeines Gelächter auf dem Platz und rund um den Platz hervorrief.

Bei einem Nachbarschaftsderby, das der „Eibacher Max“ in gewohnt souveräner Manier leitete, entschied er nachdem ein Schuss aus ca. 25 Metern in das gegnerische Tor gegangen war auf Abseits. Ein lautstarker und offensichtlich „regelkundiger“ Zuschauer rief laut über den Platz: „Bei direktem Torschuss gibt es kein Abseits!“ Unser Max drehte sich in die Richtung, aus der der Ruf gekommen war, um und rief ebenso lautstark zurück: „Der Ball hatte den Boden berührt, Sie Anfänger!“ Das bedachte die Gegenseite mit lautem Beifall und Zuspruch. Was die Bodenberührung mit einem direkten Torschuss zu tun hat, weiß ich allerdings bis heute nicht.
Dass der „Eibacher Max“ bei den Vereinen und Spielern anerkannt war, erfuhren wir auch, wenn er sich mit seinem Motorrad oder später mit seinem Kleinwagen dem Sportgelände näherte. Dann riefen die Zuschauer, die ihn sahen, ein beruhigendes „Der Eibacher Max pfeift!“. Ein Glück also, dass sie uns einen „guten Schiedsrichter“ geschickt hatten.

Später musste er, vermutlich wegen beruflicher Veränderung, seine Schiri-Pfeife an den Nagel hängen.

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