Ide appelliert an Dill-Schiris: Bei persönlichen Strafen nicht überziehen!

Vor einem überschaubaren Publikum befasste sich das für den SV Ohetal aktive Mitglied des Verbandslehrstabs mit den „Persönlichen Strafen“ und deren Bedeutung als „tragende Säulen für eine Spielleitung“. „Redet mit den Spielern. Kommuniziert mit ihnen“, lautete eine der Botschaften, die der in Marburg lebende Hessenliga-Referee den Zuhörern im Sportheim des FC Hörbach zu vermitteln versuchte.

„Nur ermahnen, wenn es auch möglich ist“

Im Zuge seines Referats, das deutlich mehr Zuhörer verdient gehabt hätte, stellte Ide insbesondere „die Ermahnung“ als „wichtiges Mittel“, um Spieler zu disziplinieren, dar. Der 31-jährige Frielendorfer appellierte an die Dill-Schiedsrichter, die Vorstufe der persönlichen Strafe „gezielt und dosiert einzusetzen“. Allerdings sollten Schiris „nur ermahnen, wenn es auch möglich“ sei – und nicht etwa, wenn Pflichtverwarnungen und noch weitreichendere Strafen bei überhartem Spiel auszusprechen seien.

Anhand verschiedener Beispiele stellte Ide seinem Publikum sämtliche Maßnahmen des Schiedsrichters zur Disziplinierung der Akteure vor. „Die Kunst des Unparteiischen besteht darin, ein Spiel in ruhige Bahnen zu lenken“, so der Referent weiter.

Das Mitglied des Verbandslehrstabs zeigte auf, dass einem Referee beim Einsatz persönlicher Strafen „ein unheimlich großer Ermessensspielraum“ bleibt. Ides Aufruf: „Beachtet dabei, welche Sanktionen Ihr verhängt, den Spielcharakter und nutzt die verschiedenen persönlichen Strafen gezielt, um ein Spiel zu beruhigen.“

Der Referent bat die Dill-Schiris aber auch, sich von „scheinbar ruhig verlaufenden Spielen nicht einschläfern zu lassen“ und darauf zu achten, dass der Schiedsrichter mit der ersten Gelben Karte in einer Begegnung „die Messlatte“ für den Rest der Partie setze.

Wertvolle Ratschläge gab der Hessenliga-Referee „zur Aussprache der persönlichen Strafen“. Ide: „Das ist sehr situationsabhängig.“ Das Verhängen einer gelben oder roten Karte könne „mal ruhig und gelassen“, in einem anderen Fall aber auch „schnell und energisch erfolgen“.

Aufruf ans Publikum: „Sicherheit geht vor Schnelligkeit!“

Zu guter Letzt bat der Frielendorfer seine Zuhörer, bei der Zahl und der Aussprache persönlicher Strafen nicht zu überziehen, darauf zu achten, dass es bei Jugend-Spielen keine Gelb-Rote Karte gibt – und vor allem zu beherzigen, dass für die Aussprache persönlicher Strafen der Leitsatz „Sicherheit vor Schnelligkeit“ gelte.

Langanhaltender Beifall und ein Präsent, das Kreisschiedsrichterobmann Jörg Menk dem Referenten als kleines „Dankeschön“ überreichte, belohnten den Frielendorfer für sein überzeugendes Referat.

Die nächste Schiri-Pflichtsitzung findet am Freitag (29. Juli), 18.15 Uhr, statt. Dann wird Verbandslehrwart Andreas Schröter dem Publikum im Sportheim des FC Hörbach die zahlreichen Regeländerungen vorstellen, die zur Saison 2016/2017 in Kraft treten.

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