Appell an Hessens Beobachter: „Mut zur Note haben!“

„Konsolidierung und Mut zur Note“ – so lautete der Leitgedanke der ganztägigen Zusammenkunft im Turn-, Leistungs- und Bildungszentrum des Hessischen Turnverbands. Zu denen, die den Weg ins HTV-Zentrum gefunden hatten, gehörten mit Klaus Ebert, Roland Horschitz und Joachim Spahn auch drei Beobachter aus dem Kreis Dillenburg.

Vollmar – im Verbandsschiedsrichterausschuss als Beauftragter für das Beobachtungswesen tätig – lobte sein Publikum für die „Top-Einsatzbereitschaft“ im Verlauf der allmählich zu Ende gehenden Saison 2015/2016.

„Vize-VSO“ Vollmar: „Nicht nur Negatives thematisieren!“

Mit Blick auf den Inhalt der Coaching-Gespräche und der Beobachtungsbögen verdeutlichte der Lehrgangsleiter, dass die Schiedsrichter „sich nicht wertgeschätzt fühlen“ würden, wenn von den Beobachtern „nur Negatives thematisiert“ werde.

„Die Schiris wünschen zudem Schwerpunkte und kein Gelaber“, zeigte der Bad Hersfelder Funktionär auf, der bei der Durchführung der Veranstaltung von Verbandslehrwart Andreas Schröter, VSA-Mitglied Martin Reitz und Michael Grieben (HFV-Geschäftsstelle) unterstützt wurde. Bedauerlich sei vor allem, dass die während des Coaching-Gesprächs betriebene Analyse und der Inhalt des Beobachtungsbogens immer wieder „nicht zusammenpassen“ würden.

Vollmar ließ ferner die Anwendung und Umsetzung der Beobachter-Richtlinien in der Saison 2015/2016 Revue passieren. Weitere Inhalte des Lehrgangs waren ein Regeltest, eine intensive und mehrstündige Gruppenarbeit mit Spiel- und Schiedsrichteranalyse sowie die Ehrung dreier verdienter Beobachter.

DFB-Online-Beoachtungsbogen bald auch in der Gruppenliga

Zu guter Letzt standen Ausblicke auf die bevorstehende Saison 2016/2017 im Zentrum des Lehrgangs. So wird aller Voraussicht nach schon zur nächsten Saison der „DFB-Online-Bogen“ auch für Beobachter eingeführt, die bis zur Gruppenliga tätig sind. Eine Änderung der Richtlinien und Anweisungen sei zur bevorstehenden Spielzeit nicht zu erwarten.

Schließlich bat Vollmar die Beobachter, „Mut zur Note“ zu haben und bei „klaren Szenen“, die zu Ungunsten des Schiedsrichters thematisiert werden müssten, „nicht nach Entschuldigungen“ zu suchen. Der Appell des stellvertretenden Verbandsschiedsrichterobmanns: „Für das, was im Beobachtungsbogen zur Sprache kommt, muss eindeutig das Motto ‚Qualität vor Quantität‘ gelten!“     

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