Winterpokal-Endrunde: Fußballwart Seidel hofft auf „gute und faire Spiele“

Die Vorrunde des 32. Alois-Plescher-Winterpokals ist absolviert. Wie fällt die organisatorische Bilanz des Kreisfußballwarts aus? Gab es im Vergleich zu den Vorjahren irgendwelche Neuerungen?

Martin Seidel: Der in den vergangenen Jahren gespielte Modus wurde von uns nicht geändert und wird sehr gut angenommen. Neu in diesem Jahr ist die Unterstützung durch die beiden Sponsoren, ein heimisches Geldinstitut und eine Brauerei.
 
Noch bis vor wenigen Jahren erstreckte sich der Wettstreit über mehr als drei Wochenenden – unter anderem mit einem Vorrunden-Turnier in Herborn, einer Zwischenrunde in Driedorf und einer Endrunde in Dillenburg. Wird es das Turnier in dieser früheren Form noch einmal geben?

Seidel: Davon gehe ich nicht mehr aus. Durch den verkürzten Modus werden Belastungen von Spielern und Helfern erheblich reduziert. Das findet bei den Beteiligten auch sehr große Akzeptanz.

Hat sich der Wintereinbruch am zweiten Januar-Wochenende in irgendeiner Form negativ bemerkbar gemacht?

Seidel: Wir hatten zwar Bedenken, aber das Tief „Daisy“ bescherte uns dankenswerterweise keine Ausfälle und Schäden.

Wie waren die Zuschauerzahlen? Ist das Interesse der Fans am Alois-Plescher-Winterpokal nach wie vor gegeben?
 
Seidel: Die Tendenz ist nach wie vor gleich geblieben, aber wie auch in anderen Bereichen lässt der Reiz bei Spielern, Zuschauern und Organisatoren nach 32 Jahren doch etwas nach.

Wie war das Niveau der Spiele im Vergleich zu den Vorjahren? Konnten sich die Zuschauer auch über das eine oder andere technische Kabinettstückchen freuen?
 
Seidel: Die meisten teilnehmenden Teams hatten offensichtlich noch nicht in der Halle trainiert. Daher muss man sagen, dass spektakuläre Kabinettstückchen nur hin und wieder aufblitzten.

Und welche Teams konnten besonders überzeugen?

Seidel: Auf dem schnellen Parkett boten die Mannschaften aus dem Raum Haiger, Dillenburg und Eschenburg bisher den besten Hallenfußball.

Insgesamt mussten die Unparteiischen nur eine Rote Karte in den Vorrundenspielen zeigen. Ist das Beleg für eine zunehmende Fairness der Akteure?

Seidel: Ganz klar: Ja! Aber auch die Schiedsrichter-Leistungen waren sehr sachlich und souverän.

Wie kamen, nach Ihrem Eindruck, die Torhüter mit der Regeländerung zurecht, die dem mitstürmenden Keeper den Garaus gemacht hat?

Seidel: Die neue Regelung wurde von allen Torhütern ohne große Probleme beherrscht, obwohl zu Beginn stellenweise leichte Unsicherheiten vorhanden waren.

Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wäre ein fünftägiges Turnier dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Wie viele „Ehrenamtliche“ sind bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung im Einsatz?

Seidel: An jedem Spieltag helfen zwischen 13 und 15 Mitarbeiter des Kreisfußballausschusses, inklusive der Ehefrauen, mit. Nicht zu vergessen die Nachwuchskräfte, Felix & Co.!

Muss man die Helferinnen und Helfer „zwangsverpflichten“? Und: Wofür konkret werden sie gebraucht?

Seidel: Nein, diese Bereitschaft ist nach wie vor vorhanden. Wir setzen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter an der Eintrittskasse, dem Verkauf, bei der Technik, bei der Spielleitung und der Turnierleitung ein. Jahrelange Erfahrung ist da sehr wertvoll.
 
Kann sich der Kreisfußballausschuss nach der Veranstaltung wenigstens mit einem kleinen Dankeschön bei diesen Helferinnen und Helfern bedanken?

Seidel: Das gehört selbstverständlich zu einem guten Team. Der „Chef“ sagt „Danke“ und lädt alle zu einem  Winter-Pokal-Abschluss-Essen ein.

Am Wochenende steht nun die Endrunde bei den Junioren, Damen und Senioren an. Dabei fällt auf, dass bei den Frauen ausgerechnet ein Jahr vor der Damen-WM 2011 in Deutschland nur vier Mannschaften mit von der Partie sind. Ist das eine Momentaufnahme oder ein beginnender Negativtrend?

Seidel: Hoffentlich nicht, aber es ist nicht befriedigend. Wir sollten nach Lösungen suchen, um diesen Zustand zu verbessern. Durch einen Trainerwechsel und eine verpatzte Anmeldung fiel die fünfte Mannschaft (Haigerseelbach) leider aus. Sie wird sich aber nach Rücksprache zukünftig wieder beteiligen.

Wer zählt, nach Einschätzung des Kreisfußballwarts, zu den Favoriten des Junioren-Turniers – und wer zu Favoriten des Senioren-Turniers?

Seidel: Bei den Junioren sind das Niederscheld, Türkgücü und Eschenburg. Bei den Senioren favorisiere ich Sechshelden, Steinbach, Dillenburg und Langenaubach.

Und was wünscht sich der Kreisfußballwart persönlich für die letzten beiden Winterpokal-Turniertage?

Seidel: Gute und faire Spiele, zahlreiche Zuschauer, unauffällige Schiedsrichter, eine perfekt klappende Organisation und verdiente Sieger.

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