VSA-Mitglied Viktora zu jungen Schiedsrichtern: „Erfolge stellen sich nicht von allein ein!“

Mit Blick auf das Thema seines etwa einstündigen Referats sagte das VSA-Mitglied, „dass ein Schiedsrichter wissen“ sollte, „wann er etwas machen muss und wann er einen Ermessensspielraum“ habe. Viktora verwies mit Hilfe anschaulicher Videosequenzen aus zurückliegenden Erst- und Zweitliga-Spielen auf „absolut vermeidbare“ Fehler.

Absprache im Gespann von enormer Bedeutung

In diesem Zusammenhang zeigte er die Bedeutung einer vernünftigen Absprache innerhalb eines Schiedsrichter-Gespanns auf. Der „Mann an der Linie“ müsse sich zugleich darüber im Klaren sein, welche Aufgaben ein Assistent habe – und welche nicht. „Das ist wichtig. Sprecht diese Dinge ab“, riet er den Unparteiischen der Region, die im Team unterwegs sind. Mit Nachdruck bat der erfahrene Referee den Schiedsrichter und seine Helfer, „wirklich nur das zu bestrafen, was man selbst“ wahrgenommen habe – oder was die Assistenten „tatsächlich gesehen“ hätten.
 
Ganz speziell unterstrich Viktora noch einmal, dass sich das Trikot des Schiedsrichters von allen an einem Spiel Beteiligten, also auch von den Trikots der Torhüter, unterscheiden müsse. Was die Kleidung der beiden am Spiel beteiligten Mannschaften angehe, zeigte der für den SSV Dillenburg aktive Funktionär auf, dass die Farbe der Hosen dieselbe sein dürfe. „Das Wesentliche, was sich unterscheiden muss, sind die Stutzen und die Trikots.“ Viktora riet den Spielleitern, sich auch bei der Frage der Unterscheidbarkeit der Stutzen auf keine faulen Kompromisse einzulassen. „Wartet lieber noch einmal zehn Minuten mit dem Spielbeginn, bis die Dinge in Eurem Sinne geklärt und die Mannschaften zu unterscheiden sind.“
 
Was die Nachspielzeit am Ende der Partie angehe, riet der Oberndorfer seinen Zuhörern, „nur wirklich das nachspielen zu lassen“, was „von der Regel vorgegeben“ sei. Oft würden sich in einer zu großzügig gewährten Nachspielzeit noch Geschehnisse ereignen, die den Unparteiischen in die Bredouille bringen würden. Viktora mahnend: „Schießt Euch bei einer zu langen Nachspielzeit keine Eigentore!“

Auf Lehrgänge sorgfältig vorbereiten

Unter dem Beifall des Publikums wünschte das Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses den höherklassigen Spielleitern „für die Spiele, die anstehen, viel Erfolg“. Abschließend nahm Viktora die Mitglieder der verschiedenen Förderkader noch einmal ins Gebet. „Ihr müsst dran bleiben“, schrieb der Oberndorfer den talentierten Spielleitern der Region ins Stammbuch. Wer vor dem Besuch eines wegweisenden Lehrgangs stehe, müsse sowohl über das notwendige Regelwissen als auch über eine gute Fitness verfügen. 

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