Lehrwart Horschitz zu angehenden Schiedsrichtern: „Ihr müsst ein dickes Fell mitbringen“

„Es ist schön, dass Ihr Euch für das Amt des Schiedsrichters entschieden habt“, sagte der „Chef“ der Dillkreis-Kicker zum Auftakt des Neulingslehrgangs, der wie in Jahren zuvor insgesamt sechs Zusammenkünfte umfasst und mit der obligatorischen Abschlussprüfung am letzten Lehrgangstag endet. Seidel bat die (überwiegend jungen) Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den Ausführungen des Kreis-Lehrstabs um Roland Horschitz und Sebastian Müller aufmerksam zu lauschen. „Das Regelwerk ist wie die Bibel – das müsst Ihr beherrschen“, unterstrich der Kreisfußballwart.

Seidel: „Ihr übernehmt eine Menge Verantwortung“

Der Eisemrother Funktionär erläuterte, dass die Absolventen des Lehrgangs mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung ein großes Stück Verantwortung gegenüber Mannschaften, Trainern, Zuschauern, ihrem Heimatverein und den Gremien im Fußballkreis Dillenburg übernehmen würden. Denen, die auch noch als Fußballer aktiv seien, legte Seidel ans Herz, dass sie selbst „den Weg finden“ müssten, ob sie lieber pfeifen oder als Kicker aktiv sein sollten. Der abschließende Wunsch des Fußballwarts: „Ich hoffe, dass ich Euch auf den Fußballplätzen des Kreises einmal wieder begegnen werde.“

Nachdem der stellvertretende Kreisschiedsrichterobmann Michael Garrison in seiner Begrüßung deutlich gemacht hatte, dass sich die Lehrgangsteilnehmer – zu denen auch drei angehende Trainer zählen – „für ein Hobby auf einem schwierigen Terrain entschieden“ hätten, richtete Lehrgangsleiter Roland Horschitz noch einige Worte an die interessierten Zuhörer. „Wenn Ihr das Amt des Schiedsrichters inne habt, müsst Ihr ein dickes Fell mitbringen“, zeigte der Kreis-Lehrwart auf.

Problematisch seien für frisch gebackene Unparteiische zumeist die ersten Spielleitungen im Jugendbereich. „Da müsst Ihr durch“, erklärte der ehemalige Oberliga-Referee und prognostizierte, dass man mit Blick auf den weiteren sportlichen Werdegang des jeweiligen Jung-Schiris „erst nach 10 bis 15 Spielen wirklich sagen“ könne, „ob das was als Schiedsrichter wird“.

Dank an den SV Oberscheld

Der übereinstimmende Dank aller Verantwortlichen galt zum Auftakt des Lehrgangs schließlich dem gastgebenden SV 1932 Oberscheld, der den heimischen Unparteiischen sein Domizil am Rande des Stadions „Rote Erde“ bereits zum wiederholten Male zur Ausbildung junger Schiedsrichter zur Verfügung stellt – und dafür von Kreisfußballwart Martin Seidel als kleines „Dankeschön“ am Donnerstagabend einen neuen Spielball entgegennehmen konnte.

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