Ralf Viktora: „Strukturreform bietet dem Schiedsrichter-Wesen zahlreiche Chancen“

VSA-Mitglied: "Auf uns alle kommt jetzt mehr Arbeit zu!"

Vor fast 100 interessierten Zuhörern im "Schlosshotel" versuchte der für den SSV Dillenburg pfeifende Regionalliga-Referee "Hintergründe zu beleuchten" und darzulegen, dass "die Abschaffung der Bezirke" nicht von den Verantwortlichen im Schiedsrichter-Bereich "vorangetrieben worden" sei. Viktora erläuternd: "Wir haben in der Vergangenheit sehr gute Strukturen gehabt und können auf diese Ebene nicht verzichten."

Im Zuge seines etwa halbstündigen Referats über die "Strukturreform und ihre Auswirkungen" prophezeite der Oberndorfer zwar, dass "jetzt auf alle mehr Arbeit zukommt". Andererseits biete die Reform, die im Schiedsrichter-Bereich faktisch zum 1. Juli in Kraft tritt, zahlreiche Chancen. Der Abbau alter Hierachien werde durch die Auflösung der Bezirke ebenso ermöglicht wie weniger Bürokratie und "eine bessere, schnellere und noch gezieltere Förderung junger Schiedsrichter". Darüber hinaus biete die Reform die Gelegenheit, Richtlinien im SR-Wesen hessenweit zu vereinheitlichen.

"Regionalbeauftragte sind ‚Scouts‘ der Schiedsrichter" 

Eine besondere Aufgabe komme in Zukunft auf die Regionalbeauftragten für die Bereiche Ansetzungen und Lehrwesen zu, die als eine Art "Bindeglied zwischen den Schiedsrichtern der Kreise und dem Verbandsschiedsrichterausschuss" fungieren würden. "Diese Beauftragten sind quasi ‚Scouts‘ der Schiedsrichter", unterstrich Ralf Viktora. Im ehemaligen Fußball-Bezirk Gießen-Marburg werden Jochen Junk und Wilfried Keutner, zurzeit noch Mitglieder des Bezirksschiedsrichterausschusses, als "Regionalbeauftragte" fungieren.

Diese Funktionäre sollten, so der Referent vorausschauend, in ständigem Kontakt mit den Kreisen stehen, "talentierte Schiedsrichter so früh wie möglich erkennen und fördern" und diese begabten Spielleiter dem Verband melden. Neben den Regionalbeauftragten müssten sich aber auch die Kreise "auf eine sehr schwierige Aufgabe einstellen". Gemäß der Erkenntnis, dass "jeder Schiedsrichter" für den Verband "wichtig" sei, gelte es auf der untersten Ebene "Schiedsrichter erhaltende Maßnahmen sicher zu stellen". Hand in Hand arbeitend, müssten sich die Regionalbeauftragten und die Kreise gemeinsam der Talentsichtung, der Schiedsrichter-Förderung und der Vorbereitung der talentierten Spielleiter auf kommende Aufgaben widmen.

Dem scheidenden Bezirksschiedsrichterausschuss gedankt

Am Ende seiner Ausführungen, die auch für die neuen Regionalbeauftragten (Jochen Junk: "Wir wissen noch gar nicht so genau, was auf uns zukommt.") von großem Wert waren, dankte Viktora schließlich dem scheidenden Bezirksschiedsrichterausschuss "herzlich für seine geleistete Arbeit" und hob vor allem die enorme Einsatzbereitschaft hervor, mit der die Mitglieder des BSA Gießen-Marburg in der Vergangenheit zugunsten des SR-Wesens tätig gewesen seien.     

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